Höhere Stahlpreise
Arcelor Mittal verdoppelt den Gewinn

Der Stahlkonzern Arcelor Mittal hat im zweiten Quartal von der gestiegenen Stahlnachfrage profitiert und den Nettogewinn mehr als verdoppelt. Anleger feierten den weltgrößten Stahlhersteller.

HB LONDON. Höhere Preise und eine größere Produktion haben den Nettogewinn auf 5,84 Mrd von 2,72 Mrd. Dollar steigen lassen, wie Arcelor Mittal am Mittwoch mitteilte. Analysten hatten mit 4,02 Mrd. Dollar gerechnet. Das Ebitda des Konzerns wuchs um 51 Prozent auf 8,05 Mrd. von 5,33 Mrd. Dollar und lag damit auch über den Analystenerwartungen von 6,73 Mrd. Dollar. Das Wachstum beim Gewinn entstammt einem Anstieg des Umsatzes um 39 Prozent auf 37,84 Mrd. von 27,22 Mrd. Dollar.

Die Stahlpreise haben sich weltweit wegen höherer Rohstoffpreise und einer robusten Nachfrage aus den Schwellenländern erhöht. Die Produktionsstandorte arbeiten unter hoher Auslastung angesichts globaler Kapazitätsengpässe. Für das dritte Quartal hat Arcelor nun ein Ebitda über 8,5 Mrd. Dollar angekündigt.

Damit hat der Stahlkonzern die Erwartungen des Marktes deutlich übertroffen und seiner Aktie einen deutlichen Kurssprung beschert. Die Aktie kletterte um mehr als 7 % auf 57,36 EUR. Aufgrund höherer Produktionsmenge und gestiegener Preise hat den Nettogewinn mehr als verdoppelt. Hermann Reith, Analyst bei der BHF Bank, nennt die Zahlen „unglaublich“ und weist auch auf das angehobene Gewinnziel für das dritte Quartal hin. Ein Londoner Analyst bezeichnet die Zahlen als „absolut spektakulär“. Von Juli bis September will das Luxemburger Unternehmen ein Ebitda von über 8,5 Mrd USD erwirtschaften. Dazu sollen das Wachstum bei Absatz und Preisen in den meisten Regionen und Bereichen beitragen. Die höhere Prognose kommt deshalb überraschend, weil typischerweise das dritte Quartal wegen der saisonal schwachen Nachfrage das schlechteste des weltgrößten Stahlkonzerns ist, sagen Analysten.

„Die Ergebnisse reflektieren unsere breite Wertschöpfungskette, zu der auch wesentlich der Bergbau gehört“, sagt Lakshmi MITTAL, CEO und Chairman des Herstellers. „Wir werden weiter nach Möglichkeiten Ausschau halten, unsere Selbstversorgung mit Rohstoffen auszuweiten“.

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