Höherer Euro-Kurs und FlexPac-Kauf Umsatztreiber
Alcan rutscht in die Verlustzone

Der weltweit zweitgrößte Aluminiumkonzern Alcan ist im zweiten Quartal wegen Sonderbelastungen in Millionenhöhe in die roten Zahlen gerutscht, obwohl der Umsatz zugleich auf Rekordniveau kletterte.

Reuters MONTREAL. Das kanadische Unternehmen hat dem französischen Konkurrenten Pechiney jüngst ein feindliches Übernahmeangebot über 3,4 Mrd. € unterbreitet und will damit Alcoa als Branchenprimus nach Umsatz ablösen.

In den vergangenen drei Monaten habe sich ein Netto-Verlust von 89 Mill. $ oder 28 Cent je Aktie ergeben nach einem Netto-Gewinn von 71 Mill. Dollar im Vorjahr, teilte das kanadische Unternehmen am Dienstag mit. Das Ergebnis sei von einer Sonderbelastung über 113 Mill. Dollar für den Verkauf der nicht zum Kerngeschäft gehördenen Verpackungssparte belastet worden. Der Umsatz stieg auf ein Rekordniveau von 3,5 (Vorjahr 3,1) Mrd. Dollar.

Als Grund für den gestiegenen Umsatz nannte Alcan unter anderem den höheren Euro-Kurs sowie den Zukauf von FlexPac im April. Die Euro-Kursgewinne der vergangenen Monate erhöhen den Dollar-Wert der in der Euro-Zone erzielten Erlöse. Ohne Berücksichtigung von Währungs- und Sondereffekten verdiente Alcan im fortgeführten Geschäft operativ 144 Mill. Dollar oder 44 Cent je Aktie und damit weniger als noch im Vorjahr mit 150 Mill. Dollar. Analysten hatten hier im Schnitt allerdings nur mit 41 Cent je Aktie gerechnet. Im April hatte das in Montreal ansässige Unternehmen einen Gewinn von 37 bis 47 Cent je Aktie in Aussicht gestellt.

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