Höherer Quartalsverlust
GPC Biotech erhöht Umsatzprognose für 2006

Das Biotechnologie-Unternehmen GPC Biotech hat im abgelaufenen dritten Quartal bei einem verdreifachten Umsatz den Verlust ausgeweitet und die Prognose für 2006 angehoben.

dpa-afx MARTINSRIED. Unter dem Strich wies die im TecDax notierte Gesellschaft ein Minus von 18,7 Mill. Euro nach einem Verlust von 16,5 Mill. Euro im Vorjahr aus, wie GPC Biotech am Donnerstag mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem Minus von 14,54 Mill. Euro gerechnet. Der Umsatz kletterte dank einer Vertriebskooperation für das Krebsmittel Satraplation von 2,1 Mill. Euro auf 6,6 Mill. Euro. Ausblickend erwartet GPC Biotech nun einen Umsatz von 22 Mill. Euro. Bisher wurde eine Verdoppelung (2005: 9,3) angekündigt.

"Ursprünglich hatten wir erwartet unseren Umsatz von 2005 in Höhe von 9,3 Mill. Euro auf knapp 19 Mill. Euro in etwa zu verdoppeln. Wir gehen nun davon aus, dass wir für 2006 Umsätze in Höhe von über 22 Mill. Euro verbuchen werden", sagte Finanzvorstand Mikro Scherer.

Der Anstieg des Umsatzes im dritten Quartal beruhe auf dem Entwicklungs- und Lizenzvertrag für Satraplatin für Europa und bestimmte andere Gebiete, der im Dezember 2005 mit Pharmion abgeschlossen wurde, teilte GPC weiter mit. Der Forschungs- und Entwicklungsaufwand (F & E) sei im dritten Quartal um 36 Prozent auf 20,1 Mill. Euro gestiegen. Darin enthalten seien Rückstellungen von insgesamt 4,8 Mill. Euro, welche an Spectrum Pharmaceuticals fällig würden, sobald die Zulassungsbehörden in den USA und Europa den Zulassungsantrag für Satraplatin angenommen hätten.

GPC bekräftigte, dass der Partner Pharmion den europäischen Zulassungsantrag für Satraplatin in der ersten Jahreshälfte 2007 zur Zulassung bei der Emea einreichen will. Zudem arbeitete GPC weiter "intensiv" am Aufbau der eigenen Vermarktungs- und Vertriebsinfrastruktur für Satraplatin in den USA.

Zum 30. September 2006 verfügte GPC Biotech über liquide Mittel, kurzfristig veräußerbare Finanzanlagen und Wertpapiere in Höhe von 113,9 Mill. Euro (31. Dezember 2005: 95,2 Mill. Euro).

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