Höheres Gebot akzeptiert
Braas Monier und Standard Industries finden Einigung

Standard Industries will den europäischen Markt erobern. Doch dem Versuch, den Dachpfannen-Hersteller Braas Monier zu kaufen, folgte zunächst ein Rechtsstreit. Nun haben sich die Unternehmen auf eine Übernahme geeinigt.
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BerlinDer Rechtsstreit um die Übernahme des Dachpfannen-Herstellers Braas Monier durch den US-Rivalen Standard Industries ist beendet. Die beiden Unternehmen verständigten sich auf ein verbessertes Angebot und unterzeichneten eine Fusionsvereinbarung, wie Braas Monier am Sonntagabend in einer Pflichtveröffentlichung mitteilte.

Die Einigung sehe vor, dass Standard Industries seine Klage gegen Braas Monier im Zusammenhang mit der beabsichtigten Kapitalerhöhung von zehn Prozent zeitnah zurückziehe. Zudem werde Standard Industries den Angebotspreis um 27 Cent auf 25,27 pro Aktie erhöhen. Die neue Offerte bewertet Braas nach Reuters-Berechnungen mit rund 1,1 Milliarden Euro.

Die Braas-Monier-Aktie war am Freitag mit 26,35 Euro aus dem Handel gegangen. Aktionäre, die ihre Papiere andienten, erhielten allerdings einen ökonomischen Gegenwert von 28,50 Euro pro gegenwärtig gehaltener Aktie.

Der Verwaltungsrat von Braas Monier unterstütze das verbesserte Gebot einstimmig und empfehle den Aktionären die Annahme. Die Änderung des Angebots führe dazu, dass sich die Annahmefrist um zwei Wochen verlängere. Standard Industries hatte im September bekannt gegeben, Braas Monier übernehmen zu wollen.

Die familiengeführte Standard Industries will mit der Übernahme den europäischen Dachziegel-Markt erobern. Standard Industries erwirtschaftet bisher drei Viertel des Umsatzes in den USA, den Rest in Europa.

Braas ist fast nur auf den europäischen Markt fokussiert. Im vergangenen Jahr setzte Braas 1,26 Milliarden Euro um, Standard Industries 3,4 Milliarden Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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