Hoffen auf ein positives Ergebnis in 2005: VW-Nutzfahrzeuge-Sparte schafft Gewinnwende

Hoffen auf ein positives Ergebnis in 2005
VW-Nutzfahrzeuge-Sparte schafft Gewinnwende

Der Volkswagen-Konzern hat seine operativen Verluste im Nutzfahrzeuggeschäft im vergangenen Jahr dank hoher Einsparungen und deutlicher Produktivitätsfortschritten verringert.

HB HANNOVER. Nach einem Gewinn im Schlussquartal hofft die VW-Sparte auch für das Gesamtjahr 2005 wieder auf ein positives Ergebnis. Im Volkswagen-Konzern gehört die Nutzfahrzeugsparte neben dem Pkw-Geschäft der Kernmarke VW zu den größten Problembereichen. „Klares Ziel ist sicher, schwarze Zahlen zu erreichen“, sagte Sparten-Chef Bernd Wiedemann am Freitag in Hannover. Im Januar und Februar sei der Absatz bereits besser ausgefallen als im Vorjahreszeitraum, in einigen ausländischen Märkten sogar deutlich. Im Inland, dem Hauptabsatzmarkt der VW-Tochter, hätten sich die Verkaufszahlen jedoch nicht bewegt. Wegen der schwer absehbaren weiteren Entwicklung der deutschen Autokonjunktur könne er keine verbindliche Gewinnprognose abgeben.

Der operative Verlust sank 2004 um 42 Prozent auf 142 Millionen. Dazu hätten die Einsparungen im Rahmen des konzernweiten Programm „ForMotion“ wesentlich beigetragen. „Im vierten Quartal 2004 hat die Marke Volkswagen Nutzfahrzeuge wieder schwarze Zahlen geschrieben und ist damit auf dem Weg zum Turnaround“, sagte der Nutzfahrzeug-Chef.

Als Gründe für den neuerlichen Verlust 2004 nannte Wiedemann anhaltend hohe Investitionen in neue Modelle sowie Aufwendungen zur Modernisierung der Werke. Nach Rekordinvestitionen von 675 Millionen Euro im Jahr 2003 halbierte die Nutzfahrzeug-Sparte die Ausgaben für neue Anlagen und die Modellerneuerung freilich fast auf 359 Millionen Euro.

Dank Sparprogramm "For-Motion rund 100 Millionen eingespart

Die Auslieferungen an die Kunden stiegen um fast ein Drittel auf 256.500 Fahrzeuge. Der Umsatz kletterte um 29 Prozent auf knapp 5,9 Milliarden Euro von rund 4,6 Milliarden im Vorjahr. Der Mittelzufluss (Cash-flow) aus der laufenden Geschäftstätigkeit habe sich 2004 auf 425 Millionen Euro von sieben Millionen im vorangegangenen Jahr vervielfacht. Insgesamt investierte die VW-Tochter in den vergangenen Jahren über zwei Milliarden Euro in die komplette Erneuerung ihrer Produktpalette - bestehend aus dem Stadtlieferwagen „Caddy“, dem Transporter T5 und dem Kleinlaster LT. Gleichzeitig wurden die drei Werke in Hannover, im polnischen Poznan und im brasilianischen Resende modernisiert. Dadurch erhöhte sich die Produktivität zweistellig. 2003 war die Lkw- und Transporter-Sparte erstmals seit acht Jahren wieder tief in die roten Zahlen geraten. Die aufgelaufenen operativen Verluste summieren sich auf 388 Millionen Euro.

Nach Einsparungen und Effizienzgewinnen in der Größenordnung von 100 Millionen Euro 2004 will die VW-Sparte im laufenden Jahr „einen deutlich höheren Betrag“ einsparen. Insgesamt will der Wolfsburger Konzern seine Kosten 2005 um 3,1 Milliarden Euro senken und die Ertragskraft dadurch steigern.

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