Hoffen auf neue Verhandlungsrunde am Montag: Streik hinterlässt bei AEG drastische Spuren

Hoffen auf neue Verhandlungsrunde am Montag
Streik hinterlässt bei AEG drastische Spuren

Der Ausstand der Mitarbeiter soll einem Pressebericht zufolge zu deutlichen Umsatzeinbrüchen beim Hausgerätehersteller AEG geführt haben. Die IG Metall beharrt indes vor der sechsten Verhandlungsrunde auf einem deutlich verbesserten Abfindungsangebot der AEG-Mutter Electrolux für dei Mitarbeiter.

HB NÜRNBERG. Einen Monat nach Beginn des Streiks im Nürnberger AEG-Stammwerk ruhen die Hoffnungen der 1700 Beschäftigten auf der für Montag angesetzten Gespräche. Unklar war jedoch, ob die bis Dienstag anberaumten Gespräche einen Durchbruch in dem Konflikt um einen Sozialtarifvertrag bringen könnten. Die Beschäftigten im Hauptwerk, das bis Ende 2006 geschlossen werden soll, sind seit dem 20. Januar im Ausstand.

Die Proteste der AEG-Mitarbeiter führen bei dem Hausgerätehersteller nach einem Bericht des Magazins „Focus“ unter Berufung auf Fachhandelskreise zu drastischen Umsatzeinbrüchen. Demnach ist in den deutschen Elektro- Fachmärkten der Absatz mit dem in Nürnberg gefertigten AEG-Sortiment - Waschmaschinen, Geschirrspüler und Trockner - inzwischen um gut ein Drittel eingebrochen. Entscheidend seien die Sorge um eventuelle Ersatzteile und Lieferengpässe als Folge des Streiks. Das Magazin zitiert Fachhändler mit dem Satz: „Kunden unterscheiden nicht zwischen Verlagerung und Geschäftsaufgabe.“ Patriotische Gründe wegen des Jobabbaus würden nur eine untergeordnete Rolle spielen.

Die IG Metall beharrte vor der Verhandlungsrunde auf einem deutlich verbesserten Abfindungsangebot der AEG-Mutter Electrolux. Sollte sich der schwedische Konzern inhaltlich nicht bewegen, „dann sind die Gespräche nach spätestens zwei Stunden beendet“, hatte der Nürnberger IG Metall-Streikleiter Jürgen Wechsler angekündigt.

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