Hoffnung auf 2004
Salzgitter-Gewinne deutlich geschrumpft

Der Stahlproduzent Salzgitter hat in den ersten neun Monaten 2003 bei steigenden Umsätzen einen massiven Gewinneinbruch verzeichnet. Im dritten Quartal konnte der zweitgrößte Stahlerzeuger in Deutschland den Negativ-Trend jedoch stoppen.

HB HANNOVER. Allerdings wurden die Einbußen aus der ersten Jahreshälfte kaum ausgeglichen, wie aus der am Freitag vorgelegten Neun-Monats-Bilanz hervorgeht. Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern weiterhin mit einer Halbierung des Vorsteuergewinns auf 35 Mill. €.

Salzgitter hofft nun dank der bereits eingeleiteten umfangreichen Kostensenkungsmaßnahmen für 2004 auf ein besseres Ergebnis. Allerdings drohen zunächst weitere Belastungen durch gestiegene Rohstoff- und Energiepreise sowie extrem hohe Seefrachtraten. Bei Flachstahl und Grobblechen, wo sich die Nachfrage verbesserte hat, plant Salzgitter ähnlich wie andere Stahlunternehmen Preiserhöhungen.

Das Vorsteuerergebnis habe im dritten Quartal mit 16,3 Mill. € leicht über dem Vorjahreswert gelegen, teilte Salzgitter mit. Nach neun Monaten bleibe aber immer noch ein Rückgang des Vorsteuergewinns um 51 % auf 33 Mill. €. Der Konzerngewinn schrumpfte sogar um 62 % auf 22 Mill. € zurück. Der Umsatz stieg dagegen leicht um fünf Prozent auf 3,7 Mrd. €, vor allem durch ein gutes Handelsgeschäft und eine positive Entwicklung in der Stahlverarbeitung. Dies habe Umsatzeinbußen von gut 20 % im Röhrengeschäft wettgemacht. Das Stahlgeschäft ging nur geringfügig zurück.

Grund für den Ergebnisrückgang im ersten Halbjahr waren vor allem Probleme im Stahlbereich sowie auch Schwierigkeiten im Röhrengeschäft. Diese hat Salzgitter nach eigenen Angaben teilweise in den Griff bekommen. Allerdings musste Salzgitter Aufwendungen für den Stillstand des Träger-Stahlwerks in Peine infolge der schlechten Baukonjunktur verbuchen.

Das Röhrengeschäft der Tochter Mannesmannröhren-Werke habe sich im dritten Quartal zwar etwas belebt, allerdings belaste der schwache US-Dollar weiterhin das Ergebnis dieser Sparte. So bestätigte Salzgitter seine bisherige Prognose eines Vorsteuergewinns von 35 Mill. €, gut 50 % unter dem Vorjahr. Die Hoffnungen auf eine deutliche Ergebnisverbesserung für 2004 stützt Salzgitter auf ein umfangreiches Programm zur Senkung der Kosten. Die Maßnahmen, die schon erste Erfolge zeigten, würden sich erst im kommenden Jahr voll auswirken.

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