Hoffnung auf Arnold Schwarzenegger
Solar-Aktien strahlen weiter

Die Szene erinnerte ein bisschen an ein Festmahl, bei dem der Hauptgang fehlte, das von den Gästen anschließend aber dennoch in den höchsten Tönen gelobt wurde.

HB FRANKFURT. Als das Hamburger Solar-Unternehmen Conergy im März dieses Jahren an die Börse ging, da konnte es sich Vorstandschef Hans-Martin Rüter bei der Präsentation vor der versammelten Frankfurter Investorenbranche leisten, das Wichtigste einfach wegzulassen: den gewünschten Preis für die Aktie. Statt eine Bookbuildingspanne zu nennen, werde man nun zuerst auf einer internationalen Roadshow den Investoren das Unternehmen vorstellen. Die sollten sich erst äußern, was ihnen die Aktie wert sei, so Rüters Worte.

Ob es sich um offen zur Schau gestelltes Selbstbewusstsein oder einen Marketing-Gag handelte, war anschließend egal. Statt des erwarteten Aufschreis kam Zustimmung. Das Interesse an der Aktie war anschließend noch größer, als es das ohnehin boomende Umfeld der Solaraktien im Vorfeld vermuten ließ. Conergy konnte die Preisspanne höher ansetzen als ursprünglich geplant. Der Ausgabepreis lag letztlich am obersten Ende bei 54 Euro, der erste Kurs bei 71 Euro. Im Juli war der bisherige Höchstkurs von 94,40 Euro erreicht.

Die Entwicklung ist symptomatisch für die gesamte Solarbranche. Angestachelt durch die Segnungen rot-grüner Förderpolitik boomen die Aktien. Vergleichbar bestenfalls noch mit der Interneteuphorie zu Zeiten des Jahrtausendwechsels. Speziell das so genannte Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) führte dazu, dass in den letzten Jahren Tausende von Fabrikhallen und Scheunendächer mit Photovoltaik-Anlagen gedeckt wurden. Der finanzielle Nutzen gepaart mit Null Risiko überzeugt selbst konservative Naturen, da der Betreiber über die Zeitdauer von 20 Jahren eine hohe Vergütung bekommt.

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