Hoffnung auf zweites Halbjahr
Großinvestitionenen belasten Ergebnis bei Schlott

Gewinn und Umsatz des Tiefdruckkonzerns Schlott sind im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2005/2006 (zum 30. September) eingebrochen. Grund seien Großinvestitionen und ein schwieriges Marktumfeld, teilte das Unternehmen aus dem baden-württembergischen Freudenstadt am Mittwoch mit.

HB FREUDENSTADT. Trotz der erwartet schwächeren Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr hält das Unternehmen an seiner positiven Prognose für das Geschäftsjahr 2005/2006 fest. Danach werde als Zielmarke ein Gewinn vor Steuern von mehr als 26 Mill. Euro (Vorjahr: 25,9 Mill. Euro) gesetzt. Der Wertschöpfungsumsatz (WSU) soll mit 315 Mill. Euro auf Vorjahresniveau liegen. „Die Schlott Gruppe bleibt im Zielkorridor für ihre Jahresplanung“, hieß es in der Mitteilung. Die konkreten Zahlen will das im SDax notierte Unternehmen am 10. Mai bekannt geben. Der Konzern druckt vor allem Kataloge, Werbebeilagen und Zeitschriften.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) ging den vorläufigen Zahlen zufolge in den Monaten Januar bis März um 35 Prozent auf 1,3 Mill. Euro zurück. Der Wertschöpfungsumsatz - also der Umsatz ohne die durchlaufenden Papiermengen für Zeitschriften und Kataloge - schrumpfte um 13,1 Prozent auf 69,1 Mill. Euro. Bereinigt um den Verkauf der Tochterfirma Heckel betrug das Minus nur 7,8 Prozent.

Im ersten Halbjahr lag das Vorsteuerergebnis (EBT) mit 11,1 Mill. Euro um 0,3 Mill. Euro unter dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Als Gründe wurden ein anspruchsvolles Marktumfeld und laufende Großinvestitionen genannt. Der WSU blieb in den ersten sechs Monaten mit 152,1 Mill. Euro unter dem bereinigten Vorjahr von 163,7 Mill. Euro. Der Umsatz betrug 259,7 Mill. Euro gegenüber bereinigt 275,5 Mill. Euro. Schlott zählt nach eigenen Angaben rund 3 800 Mitarbeiter und ist neben Deutschland noch in Frankreich, Schweden und Tschechien vertreten.

Im wichtigsten Segment, dem Geschäftsbereich Print, gingen die Erlöse von Schlott auf Grund niedriger Nachfrage und hohen Preisdrucks im zweiten Quartal um 7,6 Prozent auf 54,4 Mill. Euro zurück. Das Vorsteuerergebnis sank um 43 Prozent auf 3,3 Mill. Euro. Der Gewinnrückgang hänge unter anderem mit Investitionen in neue Maschinen an den Standorten Freudenstadt und Lübeck zusammen, die im kommenden Geschäftsjahr für sinkende Kosten sorgen sollen. Dann werde sich - auch vor dem Hintergrund des neuen Tarifvertrags - das Ergebnis „sichtbar“ erhöhen.

Die im Kleinwerteindex SDax gelisteten Schlott-Aktien notierten im frühen Handel kaum verändert bei 30,35 Euro.

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