Hoffnung
Eurofighter-Konsortium hofft auf Durchbruch im Export

Nach dem vereinbarten Großauftrag aus Saudi-Arabien hofft das europäische Eurofighter-Konsortium auf weitere Bestellungen aus dem Ausland. „Wir sind zuversichtlich, zusätzliche Exportaufträge zu bekommen“, sagte ein Sprecher des Konsortiums dem Handelsblatt.

HB MÜNCHEN. Die beteiligten Unternehmen rechnen sich gute Chancen aus, das Kampfflugzeug auch an Griechenland, die Türkei und Norwegen liefern zu können. Das voraussichtliche Geschäft mit Saudi-Arabien gebe den Exportbemühungen neuen Schwung, heißt es bei Eurofighter. Der bisher einzige feste Exportauftrag kommt aus Österreich für 18 Maschinen.

Die britische Regierung hatte am Mittwoch mit Saudi-Arabien ein Regierungsabkommen zur Modernisierung der saudischen Luftwaffe abgeschlossen. Bisher hatte das Königreich vor allem das europäische Kampfflugzeug Tornado im Einsatz. Die über zwanzig Jahre alten Maschinen sollen nun schrittweise gegen den Eurofighter ausgetauscht werden. „Über Stückzahlen und Preise können wir noch nichts sagen“, heißt es beim britischen Rüstungskonzern BAE-Systems, der federführend für das Konsortium die Verhandlungen in Riad begleitet hat. Eine feste Bestellung liege noch nicht vor. Branchenkreise gehen davon aus, dass 48 Maschinen fest bestellt werden und auf weitere 24 eine Option vereinbart wird. Sollten die Saudis tatsächlich diese Menge abnehmen, könnte sich das Konsortium auf einen Produktionsauftrag über 14 Mrd. Euro freuen.

An dem Eurofighter-Projekt sind neben BAE Systems auch EADS, die italienische Finmeccanicca und die spanische Alenia beteiligt. Deutschland, Großbritannien, Italien und Spanien haben zugesagt 620 Maschinen abzunehmen, bislang gibt es aber erst für 384 Maschinen feste Produktionsaufträge.

Ob und in welchem Umfang die letzte Tranche über 236 Maschinen von den vier Partnerländern tatsächlich bestellt wird, ist offen. Die britische Regierung ziert sich noch mit einer verbindlichen Zusage, auch der deutsche Anteil gilt auf Grund der prekären Haushaltslage als wackelig. Exportaufträge könnten die Regierungen veranlassen, weniger zu bestellen.

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