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28.09.2006 

Noch unklar ist, von welchem Energieversorger HAW künftig Strom bezieht. „Wir werden mit RWE und auch mit Vattenfall reden“, sagte der Trimet-Chef. Bisher versorgte Vattenfall HAW mit Strom. Lieferant für die Trimet-Aluminiumhütte in Essen mit einer Kapazität von 220 000 Jahrestonnen ist dagegen seit Jahren der Essener Energieversorger RWE. Der dürfte sich die Chance, einen neuen Großkunden in Hamburg zu gewinnen, nicht entgehen lassen. Auch Schlüter ist zuversichtlich, günstige Konditionen für den Strombezug zu bekommen.

Die nicht an der Börse notierte Trimet will die HAW-Übernahme sowie die Kosten für das Wiederanfahren der Produktion vor allem aus Eigenmitteln finanzieren. „Wir benötigen kaum Fremdkapital“, erklärte Unternehmenschef Schlüter. Analysten beziffern den Kaufpreis für HAW auf einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag. Außerdem will Trimet in diesem Geschäftsjahr rund 40 Mill. Euro in den Ausbau der Produktionskapazitäten investieren.

In Hamburg will Trimet vor allem Spezialitäten produzieren. Geplant ist zudem, mittelfristig eine eigene Gießerei auf dem Gelände zu errichten. Vorerst will Trimet die Gießerei von Norsk Hydro nutzen, die die Norweger nahe der HAW betreiben. Die 1985 von Schlüter gegründete Trimet-Gruppe ist in den drei Sparten Aluminiumproduktion, -handel und Autozulieferung tätig aktiv und hat 2005 ihr bisher bestes Ergebnis erzielt.


Trimet trotzt hohen Stromkosten

Alu-Produzent: Die Trimet Aluminium AG ist der größte konzernunabhängige Aluminiumproduzent in Deutschland. Die Gesellschaft verfügt bisher bundesweit über vier Standorte. Darunter besitzt sie in Essen eine Aluminiumhütte und in Gelsenkirchen ein Recyclingwerk.

Mehr Ertrag: Die Trimet-Gruppe hat im vergangenen Geschäftsjahr 05/06 (30. Juni) den Umsatz um mehr als zehn Prozent auf rund 530 Mill. Euro gesteigert. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) kletterte auf 43,1 (35,3) Mill. Euro.

Teure Produktion: Die Trimet-Gruppe benötigt für die Produktion von Aluminium Strom, der in Deutschland teuer ist. Eine gesetzliche Sonderregelung für energieintensive Unternehmen entlastet aber den Essener Konzern um einen einstelligen Millionenbetrag.

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