Hoffnung für insolventen Fahrradhersteller
Maschmeyer will erneut in Mifa investieren

Die Mitteldeutschen Fahrradwerke können trotz Insolvenz neue Hoffnung schöpfen. Ein neuer Investor legt Restrukturierungspläne für das Unternehmen vor - und auch Investor Maschmeyer ist zu finanziellen Zusagen bereit.
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DüsseldorfDer Einstieg des indischen Hersteller Hero Cycles hat sich als Luftnummer entpuppt, die eigenen Gläubiger haben dem Vorstand das Vertrauen entzogen. Doch für die insolventen Mitteldeutschen Fahrradwerke (Mifa) kann trotzdem neue Hoffnung schöpfen: Der Fahrradbauer aus Sangershausen in Sachsen-Anhalt hat einen neuen Investor gefunden.

Über eine Optionsanleihe will die Deutsche Balaton rund 7,5 Millionen Euro in Mifa investieren. Zusätzlich will das Unternehmen weitere 7,5 Millionen Euro von anderen Investoren einsammeln – und so die eine Restrukturierung einleiten, teilte das Unternehmen mit. Damit diese funktioniert, müssten auch die Banken ihren Beitrag zur Sanierung leisten, hieß es.

Im Interview mit Handelsblatt Online ist sich auch Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer bereit, dem Unternehmen finanziell unter die Arme zu greifen. „Wenn es dem Unternehmen wirklich hilft, würde ich zu einem Kapitalschritt zu Lasten der Aktionäre bereit sein und auch prüfen, mit einer weiteren Finanzspritze dabei zu sein, auch in Höhe von mehreren Millionen“, so Maschmeyer. Sein Investment im Wert von acht Millionen Euro habe er zumindest gedanklich bereits komplett abgeschrieben.

Damit frisches Geld fließen kann müsse bei Mifa aber für klare Verhältnisse gesorgt werden. „Bei mir erhärtet sich der Eindruck, dass die Mifa zu einem Art Selbstbedienungsladen geworden ist und einige Beteiligte anscheinend versuchen, aus der Notlage der Mifa Kapital zu schlagen – auf dem Rücken unschuldiger Mitarbeiter“, sagte Maschmeyer.

Vergangenen Mittwoch hatten die Gläubiger des Fahrradherstellers dem Vorstand das Vertrauen für die Sanierung entzogen. Der vorläufige Gläubigerausschuss, der aus den wichtigsten Kreditgebern, Arbeitnehmervertretern und anderen Anspruchsberechtigten besteht, hatte sich einstimmig gegen eine Insolvenz in Eigenverwaltung und für die Einsetzung eines externen Insolvenzverwalters ausgesprochen. Das Amtsgericht Halle habe daher beschlossen, den bisher als Sachwalter agierenden Flöther zum vorläufigen Insolvenzverwalter zu bestellen.

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