Hoffnungsträger
Bayer beantragt Zulassung von Xarelto

Erfolgt die Zulassung in den USA, steht dem Mittel zur Prävention von Schlaganfällen eine profitable Zukunft bevor. Der Leverkusener Pharmakonzern Bayer wittert mit seinem neuen Medikament einen Milliardenumsatz.
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FrankfurtDer Pharmakonzern Bayer will sein wichtigstes neues Medikament Xarelto in den USA auch zur Behandlung der Herzerkrankung ACS auf den Markt bringen. Janssen Research & Development, eine Tochter von Bayers US-Partner Johnson & Johnson, beantragte die Zulassung für das Mittel zur Behandlung von Patienten nach einem akuten Koronarsyndrom (ACS). Das Koronarsyndrom entsteht, wenn ein Blutgerinnsel eine Herzkranzarterie blockiert und so die Blutversorgung des Herzens vermindert. Dies kann Brustschmerzen verursachen und einen Herzinfarkt auslösen.

Die Bayer-Aktie legte nach Veröffentlichung der Mitteilung zu und war mit einem Plus von 2,5 Prozent auf 48,53 Euro größter Gewinner im Leitindex Dax. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hatte Bayer bereits vor einiger Zeit eine beschleunigte Prüfung des Antrags in Aussicht gestellt. Die endgültige Entscheidung darüber fällt jedoch erst nach einem Blick in die Zulassungsunterlagen. Den sogenannten „Fast-Track-Status“ gewährt die FDA, um die Entwicklung von Medikamenten gegen besonders schwere Erkrankungen zu fördern. In Europa hatte Bayer den Zulassungsantrag für Xarelto zur Behandlung von Patienten mit ACS vor einer Woche eingereicht.

Für alle Indikationen zusammen traut der Leverkusener Konzern dem Mittel einen Spitzenumsatz von mehr als zwei Milliarden Euro zu. Größter Anwendungsbereich ist der Einsatz von Xarelto zur Prävention vor Schlaganfällen - hier hatte der Konzern zuletzt grünes Licht für die Markteinführung in den USA und Europa bekommen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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