Hohe Abschreibungen auf ausländischen Beteiligungsbesitz: Heidelberg-Cement-Großaktionäre machen bei Kapitalerhöhung mit

Hohe Abschreibungen auf ausländischen Beteiligungsbesitz
Heidelberg-Cement-Großaktionäre machen bei Kapitalerhöhung mit

Die beiden Großaktionäre des Zementherstellers Heidelberg-Cement wollen ihre Anteilspositionen bei dem Unternehmen halten. Sie haben angekündigt, bei der geplanten Kapitalerhöhung mitzuziehen.

HB STUTTGART. In einer am Donnerstag veröffentlichten Finanzanzeige von Heidelberg-Cement heißt es, die Aktionäre Adolf Merckle und Schwenk Beteiligungen trügen die Kapitalerhöhung mit. Die Großaktionäre würden die „auf sie direkt oder indirekt entfallenden Bezugsrechte ausüben“. Neue Aktien, die nicht im Rahmen des Bezugsangebots veräußert werden können, wolle Merckle selbst übernehmen.

Der größte deutsche Zementhersteller hatte eine Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital mit Bezugsrecht der Aktionäre angekündigt, die dem verschuldeten Unternehmen 270 Millionen Euro frisches Kapital einbringen soll. Die Bezugsfrist beginnt am Freitag und soll am 16. März enden. Der Bezugspreis für die Aktien wurde bereits früher auf 35 Euro festgelegt, das Bezugsverhältnis auf 13 zu Eins.

Schwenk Beteiligungen hält laut Unternehmensangaben 22,44 Prozent an Heidelberg-Cement, der Unternehmer Merckle (Ratiopharm, Phoenix Pharmahandel) 12,8 Prozent. Analysten zufolge ist der tatsächlich von den beiden Großaktionären gehaltene Aktienbesitz jedoch höher, Merckle gilt als der einflussreichste Investor bei dem Zementhersteller. Knapp 65 Prozent der Aktien sind nach Unternehmensangaben Streubesitz.

Wegen Abschreibungen auf den ausländischen Beteiligungsbesitz wird Heidelberg-Cement für das abgelaufene Geschäftsjahr voraussichtlich einen Verlust von 350 bis 400 Millionen Euro einfahren. Das genaue Ergebnis will Heidelberg-Cement am 22. März veröffentlichen. 2003 hatte der Konzern noch 248 Millionen Euro Gewinn erzielt. Die Dividende soll wegen der Verluste für das Jahr 2004 auf 55 Cent je Aktie gekürzt werden, 2003 hatte das Unternehmen noch 1,15 Euro je Aktie ausgeschüttet.

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