Hohe Einnahmeausfälle
Alaska-Pipeline belastet BP

Nach der Pipeline-Panne in Alaska stehen die Ölkonzerne unter Druck: Die rostigen Leitungen im nördlichsten US-Bundesstaat werden BP, Exxon-Mobil und Conoco-Phillips weit mehr kosten als bisher angenommen.

DÜSSELDORF. „Wir schätzen allein die normalen Reparaturkosten im Ölfeld Prudhoe Bay auf 200 Mill. Dollar, aber angesichts der Dringlichkeit könnten sie steigen“, sagt John Coyle, ein Ölexperte bei der Fondsgesellschaft Schroders. Auch Ölanalyst Phil Flynn von Alaron Trading beziffert die Reparaturkosten nach neuen Berechnungen auf rund 200 Mill. Dollar. In Medienberichten war bisher von 100 Mill. Dollar die Rede. BP, der Betreiber des Ölfeldes, nennt selbst keine Zahlen.

Doch die Reparatur ist nur der Anfang. Prudhoe Bay, das größte Ölfeld der USA, gehört zu 26,4 Prozent BP, je 36 Prozent werden von Exxon-Mobil und Conoco-Phillips gehalten. Das Feld wurde wegen durchgerosteter Leitungen und Lecks in der vergangenen Woche vorübergehend geschlossen. Heute läuft die Produktion auf 150 000 statt auf 400 000 Barrel pro Tag. BP rechnet damit, das Ölfeld erst Anfang 2007 wieder mit der vollen Kapazität zu betreiben.

Das führt zu erheblichen Einbußen. Coyle beziffert die Einnahmeausfälle auf 770 Mill. Dollar für das ganze Feld. Experten weisen allerdings darauf hin, dass selbst dies für die Ölkonzerne finanziell leicht zu verkraften wäre. „Für BP bedeutet der Vorfall ein Produktionsminus von rund 2,5 Prozent“, sagt Ralph Herre, Analyst bei der Landesbank Baden-Württemberg. „Das lässt sich aber schnell wieder gutmachen, wenn der Ölpreis steigt. Und genau das ist ja schon geschehen.“

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