Angesichts hoher Energiepreise und besserer Geschäfte in Europa hat der französische Versorger GDF
Suez
im ersten Halbjahr einen Gewinnanstieg um 20 Prozent verbucht. Der Konzern gab am Montag die ersten Geschäftszahlen seit Abschluss der Fusion im Juli bekannt. Mit Spannung war der Ausblick des Unternehmens erwartet worden.
HB PARIS. Für das laufende Jahr bestätigte der Energiekonzern seine Prognose. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) lag bei 8,1 Mrd. Euro, der Nettogewinn stieg um 14 Prozent auf 3,4 Mrd. Euro. Auch der Umsatz erhöhte sich um 17 Prozent auf 43,1 Mrd. Euro. Allein in der ersten Jahreshälfte gewann GDF
Suez
eigenen Angaben zuvolge 185 000 neue Stromkunden.
Der Konzern bestätigte seine Ziele mit einem Wachstum von zehn Prozent für 2008 und einem anvisierten Gewinn von 17 Mrd. Euro bis 2010. Die Zahlen folgten den ähnlich robusten Vorgaben der europäischen Konkurrenten. So hatte der italienische Versorger Enel
einen Gewinnsprung im ersten Halbjahr von 66 Prozent verzeichnet. Auch der deutsche RWE
-Konzern hob seine Umsatzerwartungen an, während Eon
jüngst die Streichung von 1 800 Stellen in Deutschland ankündigte.
GDF
Suez
gab zudem ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von einer Milliarde Euro bekannt, das vor Jahresende vollzogen werden solle. Die Aktie des Konzerns stieg am Vormittag um rund zwei Prozent auf über 40 Euro. GDF
Suez
war im Juli aus der Fusion der französischen Unternehmen Suez
und Gaz de France
entstanden und gehört zu einem der größten Strom- und Gasversorger Europas.

