Hohe Erwartungen
Total enttäuscht mit Gewinnsprung

Der französische Ölkonzern Total hat im zweiten Quartal den Gewinn im Vergleich zum Vorjahr dank eines deutlich höheren Ölpreises gesteigert. Im Vergleich zum ersten Quartal ging er allerdings zurück.

dpa-afx PARIS. Da der Wert zudem am unteren Ende der Analystenschätzungen lag und das Unternehmen operativ schwächer abschnitt als vom Markt prognostiziert, gab die Aktie am Vormittag deutlich nach. Gegen 11.40 Uhr notierte sie 1,34 Prozent im Minus bei 51,70 Euro.

Der Überschuss stieg zwischen April und Juni um zwölf Prozent auf 3,441 Mrd. Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag in Paris mitteilte. Im ersten Quartal hatte Total noch 3,683 Mrd. Euro verdient. Den Umsatz steigerte Total um fast ein Drittel auf 40,909 (Vorjahr: 31,609) Mrd. Euro. Der bereinigte operative Gewinn lag bei 6,672 Mrd. Euro und damit 22 Prozent über dem Vorjahreswert. Die Analysten von Cheuvreux hatten allerdings mit einem Anstieg auf 6,74 Mrd. Euro gerechnet.

Der Bereich Exploration und Förderung verbesserte seinen operativen Gewinn deutlich um mehr als ein Viertel. In der Sparte Mineralölverarbeitung und -vertrieb legte Total rund sieben Prozent zu. Der Bereich Chemikalien verzeichnete operativ einen Rückgang zum Vorjahr um zwölf Prozent.

Die Produktion von Kohlenwasserstoff ging im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr und zum ersten Quartal zurück. Die Rückgänge führte Total unter anderem auf höhere Instandhaltungskosten bei einigen Anlagen sowie Störungen bei Anlagen in Nigeria zurück. Laut Analysten geht der Konzern aber zum Ende des Jahres von einer Beschleunigung der Produktion aus.

Total-Chef Thierry Desmares sagte laut Mitteilung, die Erdöl-Industrie habe im zweiten Quartal weiter von günstigen Marktbedingungen profitiert. Der Ölpreis sei aufgrund anhaltend hoher Nachfrage und unverändert hohem Druck auf die Produktionskapazitäten weiter gestiegen. Zwischen April und Juni lag der Ölpreis laut Total im Schnitt um 35 Prozent über dem Vorjahresniveau. Der Konzern rechnet in den kommenden Jahren und langfristig unverändert mit nachhaltigem Wachstum.

Total setzte auch im zweiten Quartal sein Aktienrückkaufprogramm fort. Insgesamt seien zwischen April und Ende Juni 20 Mill. Aktien im Wert von rund einer Mrd. Euro zurückgekauft und eingezogen worden. Dadurch stieg der Gewinn je Aktie deutlicher als der Überschuss um 18 Prozent auf 1,45 Euro.

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