Hohe Kosten durch Midea-Übernahme

Kuka-Aufträge übertreffen die Erwartungen

Der vor der Übernahme durch den chinesischen Konzern Midea stehende Roboterbauer Kuka hat im zweiten Quartal einen Rekord beim Auftragseingang verzeichnet. Auch die Kosten für die Übernahme sind schon beziffert.
Die Augsburger sind von der derzeitigen Auftragslage positiv überrascht. Quelle: dpa
Roboterhersteller Kuka

Die Augsburger sind von der derzeitigen Auftragslage positiv überrascht.

(Foto: dpa)

Frankfurt/AugsburgDie Übernahme durch den chinesischen Hausgeräte-Hersteller Midea sorgt beim Augsburger Roboterbauer Kuka in diesem Jahr für Ebit-Sonderbelastungen von 30 Millionen Euro. Davon seien zum 30. Juni rund 21 Millionen zu berücksichtigen, teilte das MDax-Unternehmen mit. Es handle sich unter anderem um Beratungskosten und Kosten für Aktienprogramme der Mitarbeiter.

Kuka teilte weiter mit, man erwarte für das Geschäftsjahr 2016 unverändert einen Umsatz von mehr als drei Milliarden Euro und eine Ebit-Marge von über 5,5 Prozent vor Kaufpreisallokation für Swisslog. Im zweiten Quartal 2016 habe Kuka nach vorläufigen Zahlen einen Auftragseingang in Höhe von rund 890 Millionen Euro erzielt, was „deutlich über den Erwartungen“ liege.

Diese deutschen Firmen gehören jetzt Chinesen
Biotest (2017)
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Das Biotechunternehmen aus Dreieich wird von chinesischen Investoren übernommen. Eine entsprechende Vereinbarung sei unterzeichnet worden, teilte Biotest im April 2017 mit. Großaktionär Ogel, der bereit knapp über 50 Prozent an dem Unternehmen hält, unterstütze die Transaktion und werde seine Aktien andienen. Mit Biotest nimmt Creat ein weiteres Unternehmen ins Visier, das im Bereich Plasmaproteinprodukte tätig ist. Erst im vergangenen Jahr hatten die Chinesen die britische Firma Bio Products für rund 944 Millionen Euro gekauft. Biotest hat sich neben Plasmaproteinprodukten auf biotherapeutische Arzneimittel konzentriert.

Kuka (2016)
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Das Augsburger Unternehmen Kuka baut nicht nur Roboter, sondern ist auch Systemanbieter rund um die digital vernetzte Industrie – und ein Vorzeigeunternehmen. Rund 4,6 Milliarden Euro hat der chinesische Hausgeräte-Hersteller Midea im Sommer 2016 für den Erwerb von Kuka auf den Tisch gelegt. Eine Investition, die sich zu lohnen scheint: So konnte das Unternehmen im Geschäftsjahr 2016 neue Aufträge im Rekordwert von 3,4 Milliarden Euro verbuchen – dies entspricht einem Zuwachs von über 20 Prozent. Kuka hat weltweit rund 13.200 Mitarbeiter.

Krauss-Maffei (2016)
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Im Januar 2016 verkauft der Finanzinvestor Onex den Münchener Spezialmaschinenbauer Krauss-Maffei an ein Konsortium um die staatliche National Chemical Corporation (Chemchina). Der größte Chemiekonzern des Landes zahlt 925 Millionen Euro für den traditionsreichen Hersteller von Spritzgießmaschinen für die Kunststoff- und Gummi-Verarbeitung.

Koki & Hilite (2014)
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Das chinesische Unternehmen Avic Electromechanical Systems (Avicem) – eine Tochter der staatlichen Unternehmensgruppe Aviation Industry Corporation of China (Avic) – übernimmt 2014 den sächsischen Autozulieferer Koki. Ein Kaufpreis wird nicht genannt. Avic übernimmt im selben Jahr einen weiteren Autozulieferer: Für 473 Millionen Euro kauft sich das chinesische Unternehmen bei Hilite ein.

Tailored Blanks (2013)
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Der Industriegüterkonzern Thyssen-Krupp schließt 2013 den Verkauf seiner Tochter an den chinesischen Stahlkonzern Wuhan Iron and Steel (Wisco) ab. Zum Preis machen beide Seiten keine Angaben.

Putzmeister (2012)
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Der Betonpumpenhersteller Putzmeister wurde 2012 von Firmengründer Schlecht an den chinesischen Baumaschinen-Riesen Sany Heavy Industry verkauft. Die ließen sich die Übernahme des Weltmarktführers für Autobetonpumpen rund 320 Millionen Euro kosten.

Kiekert (2012)
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Noch ein Weltmarktführer in chinesischer Hand: Der Autozulieferer Kiekert wird 2012 vom Pekinger Automobilzulieferer Lingyun übernommen. Das Unternehmen ist der Erfinder der Zentralverriegelung und Spezialist für Autoschlösser.

  • rtr
  • dpa
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