Hohe Marketingkosten belasten Ergebnis
„Neupro“-Start stimmt Schwarz Pharma hoffnungsfroh

Der Monheimer Arzneimittelhersteller Schwarz Pharma hat einen überraschend guten Jahresstart erwischt und im ersten Quartal seinen Nettogewinn verdoppelt. Zugleich bekräftigte das Unternehmen am Dienstag in Monheim die Prognose für das laufende Geschäftsjahr.

HB MONHEIM. „Der bisherige Geschäftsverlauf ist eine gute Basis dafür, dass wir unsere Jahresziele erreichen“, erklärte Vorstandschef Patrick Schwarz-Schütte. Im ersten Jahresviertel nahm der Überschuss auf 2,2 Mill. Euro zu von 1,1 Mill. Euro vor Jahresfrist. Analysten hatten im Durchschnitt nur mit einem Überschuss von 1,4 Mill. Euro gerechnet. Der Betriebsgewinn sank allerdings um 62,5 Prozent auf 11,4 Mill. Euro. Belastend wirkten sich nach Firmenangaben hohe Marketingkosten für die Markteinführung des Parkinson-Pflasters „Neupro“ aus. Zudem hatte das Unternehmen im Vorjahresquartal noch von einem Sonderertrag profitiert.

Schwarz Pharma setzte im Auftaktquartal 247,4 Mill. Euro um. Das sind 3,9 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Vor dem Hintergrund der Fortschritte bei der Entwicklung und Zulassung neuer Medikamente treten die Zahlen nach Ansicht von Börsianern jedoch in den Hintergrund. Schwarz Pharma-Aktien legten nach dem kräftigen Kursanstieg der jüngsten Zeit in den ersten Handelsminuten leicht zu.

Für das Gesamtjahr erwartet das Management wegen anhaltend hoher Forschungs- und Entwicklungskosten weiter lediglich ein ausgeglichenes Ergebnis. 2005 hatte noch ein zweistelliger Millionenverlust in den Büchern gestanden. Der Umsatz werde im laufenden Jahr voraussichtlich auf etwa 900 Mill. Euro zurückgehen von 990,6 Mill. Euro im Jahr 2005. „Wir werden weiter vor allem in den Ausbau der Entwicklungspipeline investieren“, kündigte Schwarz-Schütte an. Die Forschungs- und Entwicklungskosten legten im ersten Quartal um 4,7 Prozent auf 45,8 Mill. Euro zu.

Schwarz Pharma hat mehrere Substanzen, die sich für verschiedene Anwendungen in der späten klinischen Entwicklungsphase befinden oder kurz vor der Zulassung stehen. Das Parkinsonpflaster Neupro ist bereits seit März in Deutschland auf dem Markt. Erste Daten zur Markteinführung zeichneten ein positives Bild, teilte das Unternehmen mit. Eine nachhaltige Beurteiligung der Entwicklung ist nach Aussage von Schwarz Pharma erst in drei bis sechs Monaten möglich. Neupro ist einer der größten Hoffnungsträger von Schwarz Pharma. Das Unternehmen traut dem Medikament Spitzenerlöse von rund 350 Mill. Euro im Jahr zu.

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