Hohe Marketingkosten: Eli Lilly plant zehnprozentiges Gewinnplus

Hohe Marketingkosten
Eli Lilly plant zehnprozentiges Gewinnplus

Ein sattes Gewinnplus von bis zu zehn Prozent soll in diesem Jahr in den Büchern des US-Pharmakonzerns Eli Lilly stehen. Damit bleibt das Unternehmen jedoch hinter den Prognosen der Analysten zurück.

HB NEW YORK. Beflügelt durch das Geschäft mit neuen umsatzstarken Medikamenten gegen Osteoporose, Impotenz und Konzentrationsstörungen werde 2004 ein Gewinn je Aktie von 2,80 Dollar bis 2,85 Dollar erwartet, teilte der in Indianapolis ansässige Konzern am Montag mit. Analysten rechnen im Schnitt aber mit einem Gewinn je Anteilsschein von 2,92 Dollar. Hohe Marketingkosten und Forschungsausgaben lassen das in Aussicht gestellte Gewinnplus hinter den Analystenprognosen zurückbleiben. Für 2003 erwartet Eli Lilly einen Gewinn je Aktie von 2,58 Dollar. An der Wall Street büßten Eli-Lilly-Aktien gut 0,8 % auf 70,66 Dollar ein.

Beim Umsatz gehe Eli Lilly für dieses Jahr von einem Zuwachs im niedrigen zweistelligen Prozentbereich aus, teilte der Konzern weiter mit. Bei den Vermarktungs- und Verwaltungskosten erwarte das Unternehmen ebenfalls einen niedrigen zweistelligen prozentualen Anstieg. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung sollen im mittleren Bereich zwischen zehn und 20 % zulegen.

Nach Einschätzung von Analysten benötigt der Konzern derzeit erhebliche Investitionen unter anderem in die Vertriebsmannschaft, um neue Medikamente erfolgreich am Markt zu platzieren. Zu den neuen Präparaten gehört etwa das Antidepressionsmittel Cymbalta, dessen Marktstart Lilly für diesen Sommer anpeilt. Seit beim einstigen Topmedikament Prozac gegen Depressionen im Jahr 2001 der Patentschutz ausgelaufen war, hatte der Konzern im Wettbewerb Mrd. an Dollar an die Hersteller kostengünstiger Nachahmerprodukte verloren.

Für das erste Quartal 2004 erwartet Eli Lilly nach eigenen Angaben je Aktie einen Gewinn von 65 bis 67 Cent. Analysten gehen im Schnitt von 67 Cent aus. Im ersten Viertel des Geschäftsjahres 2003 hatte der Pharmakonzern einen Gewinn je Aktie von 61 Cent erwirtschaftet.

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