Hohe Nachfrage bereitet Luxusprobleme: Rekordjahr für deutschen Maschinenbau

Hohe Nachfrage bereitet Luxusprobleme
Rekordjahr für deutschen Maschinenbau

Nach dem vierten Rekordjahr in Folge erwartet der deutsche Maschinenbau auch 2008 kein Ende des Aufschwungs. Die seit Jahren erfolgsverwöhnte Branche steht allerdings vor einem Problem, das andere Industriezweige gerne hätten: Die Nachfrage nach Maschinen „Made in Germany“ ist mittlerweile so groß, dass viele Unternehmen mit der Fertigung kaum noch nachkommen.

HB FRANKFURT. Die Auslastung liege im Durchschnitt bei 91,9 Prozent, berichtete der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) am Mittwoch in Frankfurt. Mehr als ein Fünftel der Unternehmen habe keine ausreichenden Kapazitäten mehr. Die überwiegend mittelständisch geprägte Branche werde daher massiv in neue Anlagen investieren und tausende neue Jobs schaffen. Damit wollen sich die Maschinenbauer nach dem Rekordjahr 2006 für weiteres Wachstum im laufenden Jahr rüsten.

2006 hatte die Branche ein Rekordergebnis erzielt. Vor allem die Nachfrage aus rohstofffördernden Staaten wie China, Indien, Russland und Brasilien kurbelte das traditionell starke Exportgeschäft weiter an. Im Inland sorgte die Konjunkturbelebung dafür, dass auch hierzulande verstärkt in neue Anlagen und Maschinen investiert wurde.

Die hohe Auslastung führe zu Engpässen bei den Lieferungen, berichtete VDMA-Präsident Dieter Brucklacher. Diese verzögerten sich teilweise um mehrere Monate. Dennoch gingen kaum Aufträge verloren. Besonders eng sei die Lage etwa in der Antriebstechnik, der Windkraftindustrie sowie bei der Reifen- und Motorenproduktion.

Dies hatte vor wenigen Tagen der Kölner Motorenhersteller Deutz bestätigt. Die Auslastung sei so hoch wie seit zehn Jahren nicht mehr. Die Nachfrage sei größer als die Kapazitäten, weshalb der Konzern die Produktion für rund 100 Mill. Euro ausbauen wolle. Der Werkzeugmaschinenbauer Gildemeister präsentierte am Mittwoch für 2006 einen Gewinnsprung und machte deutlich: Ein noch stärkeres Wachstum werde einzig durch Engpässe bei der Lieferung von Materialien wie Stahl, Guss und Komponenten verhindert.

Seite 1:

Rekordjahr für deutschen Maschinenbau

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%