Hohe Produktionsverluste durch Streik
Wieder Frieden im Hause Hyundai

Einen Monat nach Beginn täglicher Arbeitsniederlegungen beim südkoreanischen Autohersteller Hyundai Motor haben Management und Gewerkschaft eine Einigung erzielt. Der Frieden ist zwar wieder hergestellt. Aber der Streik hat deutliche Spuren hinterlassen, etwa in der Bilanz.

HB SEOUL. Beide Verhandlungsseiten hätten sich auf eine Lohnerhöhung von 5,1 Prozent verständigt, sagte ein Firmensprecher am Donnerstag in Seoul. Es werde wieder regulär gearbeitet. Der Einigung vom späten Mittwochabend müssen die Gewerkschaftsmitglieder allerdings bei einer für Freitag geplanten Abstimmung noch zustimmen. Von Samstag bis zum 7. August liegen die Bänder bei Hyundai wegen der Betriebsferien still.

Durch die Streiks hatte sich Südkoreas Branchenführer in der vergangenen Woche gezwungen gesehen, seine Exportlieferungen einzustellen. Nach eigenen Angaben entstanden durch die Streikaktionen Produktionsverluste von 1,3 Billionen Won (etwa 1,1 Mrd. Euro).

Vor dem Hintergrund der Lohnverhandlungen wurde in den Inlandswerken Hyundais seit dem 26. Juni täglich für mehrere Stunden gestreikt. Die Gewerkschaft hatte 9,1 Prozent mehr Lohn und ein Mitspracherecht bei Firmenentscheidungen gefordert. Eine Beteiligung der Gewerkschaft an Entscheidungen des Unternehmens hatte Hyundai als „Einmischung“ in das Management abgelehnt.

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