Hohe Produktivität und gezielte Modellpolitik machen die Autobauer aus dem Nachbarland widerstandsfähig gegen die aktuelle Absatzflaute
Franzosen meistern Krise besser als VW & Co.

Zwölf Zylinder, sechs Liter Hubraum und rund 500 PS: Fast scheint es, als habe sich der französische Autokonzern PSA Peugeot Citroën mit seiner Sportwagenstudie „907“ auf der Pariser Automesse ein Denkmal gesetzt.

PARIS. Denn bei PSA läuft es derzeit trotz mauer Autokonjunktur nicht schlecht. Für das Werk in Rennes will PSA 1 000 neue Mitarbeiter einstellen. Kein Einzelfall: Auch Wettbewerber Renault sucht weltweit 10 000 neue Leute. Dagegen pokert der deutsche VW-Konzern mit den Gewerkschaften um dringend benötigte Kostensenkungen, um Entlassungen zu vermeiden. Die französische Tageszeitung „Le Figaro“ jubelt bereits, dass die „französischen Herstellern die Champions Europas geworden sind.“ An der Börse ist PSA mittlerweile fast genauso viel Wert wie Rivale Volkswagen.

Die gute Verfassung der französischen Autobauer hat Gründe: Seit Jahren steigern sie ihre Produktivität stärker als der Wettbewerb, setzen auf Plattform-Strategien und treffen mit ihren Modellen den Geschmack der Kunden. „Die Produktionsbasis in Frankreich ist effizienter als die in Deutschland“, bestätigt Renault-Chef Louis Schweitzer.

So werden bei PSA zum Beispiel 85 Prozent der Autos der beiden Konzern-Marken Peugeot und Citroën auf denselben Plattformen gefertigt. Auch die neuen Mittelklasse-Limousinen C5 und 407 teilen sich die Basis. Renault setzt ebenfalls auf Plattformen.

Mit dieser Strategie fallen Flops nicht so ins Gewicht: Renaults Oberklasse-Limousine Vel Satis, die nicht den erhofften Erfolg hatte, ruht auf der gleichen Basis wie der Mittelklasse-Wagen Laguna. Trotz der Probleme mit dem Vel Satis blieb das Werk in Sandouville, wo beide Wagen gebaut werden, von Konsequenzen verschont. Volkswagen hat dagegen in Dresden mit dem Phaeton alles auf eine Karte gesetzt.

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