Hohe Sondererträge im Vorjahr
Betriebsgewinn von Celanese stagniert

Der von der US-Investmentgesellschaft Blackstone übernommene Chemiekonzern Celanese hat im zweiten Quartal bei konstantem Umsatz deutlich weniger Betriebsgewinn erwirtschaftet als vor Jahresfrist.

HB FRANKFURT. Der Betriebsgewinn sei auf 54 (Vorjahreszeitraum: 109) Millionen Euro gesunken, teilte Celanese am Dienstag in Kronberg bei Frankfurt mit. Im Vorjahresquartal standen allerdings hohe Sondererträge von 90 Millionen Euro aus Versicherungsleistungen in den Büchern. Operativ habe sich das Geschäft positiv entwickelt. „Erfreulicherweise hat sich das seit Jahresbeginn abzeichnende starke Mengenwachstum auch im zweiten Quartal fortgesetzt“, hieß es im Zwischenbericht. Der Umsatz lag im zweiten Jahresviertel mit 1,02 Milliarden Euro auf Vorjahresniveau.

Einen konkreten Geschäftsausblick legte Celanese nicht vor. Für das dritte Quartal erwarte Celanese nach wie vor eine starke Nachfrage und damit verbundene höhere Absatzmengen im Vergleich zum Vorjahr, hieß es lediglich.

Das Betriebsergebnis im zweiten Quartal habe vom Anstieg der Verkaufsmengen in den meisten Segmenten sowie von einer verbesserten Profitabilität und gesunkenen Ausgaben in einzelnen Sparten profitiert. Celanese werde weiter versuchen, höhere Preise durchzusetzen, kündigte das Unternehmen an. Die höheren Rohstoffkosten würden jedoch Druck auf die Gewinnmargen ausüben. Das Wirtschaftsumfeld bleibe angesichts gestiegener Rohstoff- und Energiekosten und leicht gesunkener Verkaufspreise unverändert schwierig.

Unter dem Strich verbuchte Celanese im zweiten Quartal einen Verlust von 91 Millionen Euro nach einem Gewinn von 96 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Zu dem Minus hätten vor allem Wertberichtigungen von 146 Millionen Euro auf latente Steuern für US-amerikanische Verlustvorträge beigetragen.

Anfang April hatte Blackstone mehr als 84 Prozent der Celanese-Aktien erworben. Inklusive Schulden und anderer Verpflichtungen hatte die Übernahme ein Volumen von 3,1 Milliarden Euro. Den noch verbliebenen Minderheitsaktionären bietet Blackstone im Rahmen eines Beherrschungsvertrages 41,92 Euro in bar je Aktie. In seiner ursprünglichen Offerte im Dezember hatte Blackstone Celanese-Aktionären 32,50 Euro in bar geboten.

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