Hohe Strompreise
Großverbraucher wollen Einkaufskonsortien für Strom bilden

Energiewirtschaft und energieintensive Unternehmen suchen gemeinsam nach Wegen, das Problem der anhaltend hohen Strompreise in den Griff zu bekommen.

BERLIN. Energiewirtschaft und energieintensive Unternehmen suchen gemeinsam nach Wegen, das Problem der anhaltend hohen Strompreise in den Griff zu bekommen. Die industriellen Verbraucher wollen nach einem Bericht des Handelsblatts Einkaufskonsortien bilden, die mit den Energieversorgern langfristige Versorgungsverträge abschließen. Die Verbraucher sollen dabei von Preisen unterhalb der Notierungen an der Leipziger Strombörse profitieren.

„Das Ganze befindet sich auf gutem Wege. Wir werden uns voraussichtlich in der nächsten Woche auf ein Eckpunktepapier verständigt haben. Noch in diesem Jahr soll das Konzept stehen“, sagte Gernot Schaefer, Vorsitzender des BDI-Energieausschusses, dem Handelsblatt. Der BDI vermittelt zwischen Energiewirtschaft und den Großverbrauchern.

Unternehmen aus energieintensiven Branchen klagen seit langem über die Belastungen durch hohe Strompreise. Betroffen sind Branchen wie Chemie, Stahl und Zement. Sie kritisieren, ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit stehe wegen der hohen Strompreise auf dem Spiel. Andere Länder haben auf die Entwicklung bereits reagiert. In Frankreich, Finnland und Spanien werden Modelle zur Entlastung der energieintensiven Branchen auf der Basis spezieller Lieferverträge, die stärker kostenbasiert und von den aktuellen Börsennotierungen abgekoppelt sind, bereits praktiziert.

Nach den Worten Schaefers sind sowohl das Bundeswirtschafsministerium als auch das Bundeskartellamt über die Pläne informiert. „Natürlich werden wir die kartellrechtlichen Grenzen nicht überschreiten“, sagte Schaefer. Beim Bundeskartellamt hieß es gestern, zu informellen Gesprächen äußere man sich nicht.

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