Hohe Strompreise
Vattenfall macht Milliarden-Gewinn

Für den Energieriesen Vattenfall lief es im ersten Halbjahr hervorragend. Die hohen Strompreise füllten der schwedischen Mutter genauso wie der deutschen Tochter die Kassen. Es gibt allerdings einen Schönheitsfleck in der Bilanz.

HB BERLIN/STOCKHOLM. Bei einem Umsatz von 6,1 Mrd. Euro (plus 8,9 Prozent) stieg der Betriebsgewinn ohne Sondereffekte um 43,6 Prozent auf 1,0 Mrd. Euro, teilte Vattenfall Europe – die deutsche Tochter des schwedischen Staatskonzerns – am Donnerstag in Berlin mit. Als Gründe nannte das Unternehmen höhere Strompreise im Großhandel, eine gestiegene Nachfrage nach Fernwärme im Winter und Frühjahr sowie geringe Ausfallzeiten bei den Kraftwerken.

Die von der Bundesnetzagentur verfügte Kürzung bei den Stromnetzgebühren zum 1. Juli werde das Ergebnis bis zum Jahresende mit rund 50 Mill. Euro belasten, berichtete der Konzern. Unmittelbar nach der Netzagentur-Entscheidung hatte Vattenfall noch einen Ertragsausfall von 116 Mill. Euro errechnet.

Die Bundesnetzagentur hatte Anfang Juni nach einer Überprüfung der Netz-Gebühren angeordnet, dass Vattenfall Europe diese kürzen muss. Es war das erste Mal, dass die Agentur in die Preisgestaltung eines Energieunternehmens eingriff. Vor wenigen Tagen war Vattenfall Europe vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf mit dem Antrag gescheitert, die Anordnung nicht umgehend umsetzen zu müssen. Vattenfall wird nun in dem Zeitraum von Juli bis Dezember seine Netzgebühren um 17,9 Prozent kürzen. Allerdings muss das Unternehmen rückwirkend keine Gebühren an seine Großkunden – vor allem Stadtwerke – erstatten.

Die Bundesnetzagentur will noch in diesem Monat Gebührenbescheide an weitere Netzbetreiber verschicken. Zu diesen gehören neben Vattenfall Europe in Deutschland die Branchenriesen Eon, RWE und EnBW.

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