Hohe Treibstoffkosten zehren Erfolge des Sparkurses auf
British Airways kämpft mit dem Ölpreis

British Airways (BA) hat im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2004/2005 (zum 31. März) von deutlichen Kostensenkungen und einer höheren Nachfrage nach Langstreckenflügen profitiert. Der operative Gewinn der drittgrößten europäischen Fluggesellschaft stieg um 23 Prozent auf 240 Mill. Pfund (343 Mill. Euro). Wegen der hohen Ölpreise und der starken Konkurrenz durch Billigflieger dämpfte der Konzern allerdings seine Erwartungen für die nächsten Monate.

bef/ebe HB LONDON. „Die Kerosinpreise bleiben hoch, zugleich werden die Umsätze pro Passagier weiter sinken“, mahnte BA-Vorstandschef Rod Eddington in einer Telefonkonferenz. Das Winter-Halbjahr werde deshalb zu einer großen Herausforderung für die gesamte Branche. Gemessen am Passagieraufkommen ist der November bei vielen Airlines der traditionell schwächste Monat.

Eddington bestätigte gestern zwar die Umsatzprognosen für das Gesamtjahr, wonach der Umsatz um zwei bis drei Prozent steigen werde. Doch die Anleger achteten vor allem auf den pessimistischen Unterton in seinem Ausblick. Die Investmentbank Merrill Lynch verwies zudem auf Aussagen des Vorstandschefs, wonach die Erholung bei den Business-Class-Buchungen derzeit nicht weiter voranschreite. Bei etablierten Netzwerk-Fluggesellschaften wie BA entscheidet der Anteil an Premiumkunden maßgeblich über Gewinn oder Verlust. Wegen des verhaltenen Ausblicks gab die Aktie der Briten an der Londoner Börse um mehr als zwei Prozent nach.

Auf die anhaltende Krise am Himmel hatte das Unternehmen in den letzten Jahren mit Massenentlassungen reagiert. Seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 verloren bei der Traditions-Airline mehr als 13 000 Arbeitnehmer ihren Job. Die schwierigen Marktbedingungen bekam BA auch im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahrs deutlich zu spüren. In den Monaten von Juli bis September sank der Umsatz pro Passagier um weitere 5,1 Prozent. BA musste die Ticketpreise auf vielen Strecken kräftig senken, vor allem um nicht weitere Marktanteile an die massiv expandierenden Billigflieger Ryanair und Easyjet zu verlieren. Die dadurch stimulierte Nachfrage wirkte sich immerhin positiv auf den Umsatz aus. Im zweiten Quartal wuchs die Zahl der Passagiere um 4,4 Prozent, vor allem Langstrecken nach Asien und Afrika waren gut gebucht. Die Auslastung der Flugzeugsitze stieg um drei auf 71,5 Prozent. Der Gesamtumsatz kletterte von 1,98 Mrd. Pfund auf 2,03 Mrd. Pfund.

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