Hohe Verteidigungsausgaben der Bush-Regierung locken auch die Europäer auf den größten Militärmarkt der Welt
US-Rüstungsfirmen erwarten goldene Zeiten

Die Luft-, Raumfahrt- und Rüstungsindustrie der USA sieht erfolgreiche Jahre vor sich. Im Crystal City Gateway Hotel, nur einen Steinwurf vom US-Verteidigungsministerium entfernt, hat der Chef des Lobbyverbandes Aerospace Industries Association (AIA), John Douglass, den Vertretern der Branche den Bericht zum Jahresabschluss und die Aussichten für 2005 erläutert – und brachte seine Kollegen damit in Sektlaune.

je PORTLAND. Nach mehreren trüben Jahren für die Branche hat 2004 vor allem dank massiver Rüstungsausgaben der Bush-Regierung alle Erwartungen übertroffen. Und der Wahlsieg von George W. Bush bestimme den Ton für die kommenden vier Jahre, und 2005 – das sei bereits klar – werde mindestens so gut wie 2004.

In seinem Abschlussbericht vor einem Jahr hatte Douglass gesagt, er erwarte für 2004 für die gesamte Branche einen Umsatzanstieg um eine Milliarde Dollar. Tatsächlich waren es mindestens zwölf Mrd. Dollar, und bei einer Fortsetzung des Trends 2005 „werden unsere Erlöse innerhalb von zwei Jahren um 25 bis 30 Mrd. Dollar steigen“, rechnete Douglass diesmal vor. Das wäre gegenüber den 149 Mrd. Dollar des Jahres 2003 immerhin ein Zuwachs um ein Fünftel. Insgesamt wird die Branche laut AIA in diesem Jahr netto zehn Mrd. Dollar verdienen, das beste Ergebnis seit fünf Jahren und der zweitbeste Jahresgewinn in der Geschichte der Branche.

Zum ersten Mal seit Jahren wuchs 2004 die Zahl der Mitarbeiter in der Branche wieder – um 12 400 auf 587 600. Anfang der 90er Jahre beschäftigten die AIA-Mitglieder, zu denen unter anderem Boeing, Lockheed Martin, Northrop Grumman, General Dynamics und Raytheon gehören, noch über eine Million Menschen.

Im Zivilbereich einschließlich Privatflugzeugen und Hubschraubern nahm die Zahl der ausgelieferten Einheiten deutlich zu, aber die Erlöse einschließlich der Verkäufe von Triebwerken und Ersatzteilen stiegen nur geringfügig auf 35 Mrd. Dollar. Dagegen wuchs der Umsatz mit Militärmaschinen einschließlich Triebwerken und Wartung um 15 Prozent auf 46 Mrd. Dollar. Das Raketengeschäft legte um ein Zehntel zu und wird mit 14,8 Mrd. Dollar den höchsten Stand seit zwölf Jahren erreichen. Das Raumfahrtgeschäft wuchs um zwei Mrd. Dollar auf 38 Mrd. Dollar.

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