Hoher Fehlbetrag erwartet
Düstere Prognose von Leica

Der Kamerahersteller Leica blickt mit Sorge in die Zukunft: Für das Geschäftsjahr 2008/2009 (31. März) erwartet der Konzern weiterhin einen Fehlbetrag „mindestens im höheren einstelligen Bereich“, wie die Leica Camera AG am Mittwoch im mittelhessischen Solms mitteilte. Die Situation soll sich laut Prognose auch im Folgejahr nicht bessern.

HB SOLMS. Für das Folgejahr prognostizierte der Vorstand wegen der weltweiten Wirtschaftskrise ein "deutlich negatives Ergebnis". Das dritte Quartal (31. Dezember) schloss der Konzern mit einem Umsatz von 41,1 Mio. Euro nach 38,1 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum ab, der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) sank von 1,8 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum auf 0,196 Mio. Euro. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres brach der Umsatz von 127 Mio. Euro auf 93 Mio. Euro ein. Ob unter dem Strich ein Minus erwirtschaftet wurde, teilte das Unternehmen nicht mit. Zum Halbjahr hatte der Konzern einen Fehlbetrag von 7,2 Mio. Euro verzeichnet.

Der EBIT-Einbruch trotz gestiegener Umsätze sei vor allem auf gesunkene Margen im harten Wettbewerb und auf die Auswirkungen der Wirtschaftskrise zurückzuführen. Hinzu kamen erhöhte Forschungs- und Entwicklungs- sowie Vertriebsaufwendungen, die Verzögerung beim Markteintritt neuer Produkte sowie die getrübte konjunkturelle Lage und die Schwierigkeiten auf den Finanzmärkten. Der Kamerahersteller beschäftigte zum Jahresende 1073 Mitarbeiter.

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