Vorlaufkosten für ein neues Werk und die hohen Getreidepreise belasten die Südzucker
-Tochter Crop Energies
. Der Bioethanol-Hersteller blickt verhalten in die Zukunft.
HB FRANKFURT. Im ersten Quartal 2008/09 (März bis Mai) verbuchte Crop Energies
einen Überschuss von drei Mill. Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 4,2 Mill. gewesen. Der Umsatz legte um zwei Drittel auf 56,4 Mill. Euro zu. Das operative Ergebnis stagnierte bei 5,5 Mill. Euro. Für das gesamte Geschäftsjahr 09 rechnet das Unternehmen mit einem operativen Gewinn unter dem Vorjahreswert von 22 Mill. Euro.
Crop Energies
will noch im laufenden Jahr eine neue Anlage in Wanze in Belgien in Betrieb nehmen. Das Werk mit einer Kapazität von 300 000 Kubikmetern Bioethanol pro Jahr soll den Umsatz noch in diesem Geschäftsjahr um mehr als 50 Prozent nach oben treiben. Die Vorlaufkosten lasten allerdings auf den Gewinnen des Mannheimer Unternehmens. Insgesamt investiert die Südzucker
-Tochter 250 Mill. Euro in den Bau der Anlage. In ihrem bislang größten Werk in Zeitz in Sachsen-Anhalt hat die Gesellschaft eine Kapazität von 360 000 Kubikmeter pro Jahr.
Der hohe Getreidepreis macht Crop Energies
zu schaffen. Getreide ist ein wichtiges Ausgangsprodukt zur Herstellung von Bioethanol. Um dem aus dem Weg zu gehen, greift Crop Energies
verstärkt auf Zuckersirup zurück.

