Hoher Ölpreis belastet
Europäischer Autoabsatz gebremst

Die europäische Autokonjunktur ist im Juli ausgebremst worden. Nach einer fünfmonatigen Wachstumsphase ging der Autoabsatz erstmals wieder zurück, berichtete der Verband der Automobilindustrie VDA am Freitag in Frankfurt. Schuld soll der auf immer neue Rekordwerte steigende Ölpreis sein.

HB FRANKFURT. Im Juli wurden mit 1,23 Mill. Personenkraftwagen fünf Prozent weniger neu zugelassen als im Vorjahresmonat, teilte der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Freitag in Frankfurt mit. Neben dem nochmals gestiegenen Ölpreis hätte auch die geringere Anzahl von Arbeitstagen zu dem Rückgang beigetragen. Der Preis für ein Fass (knapp 159 Liter) Öl der führenden Nordseesorte Brent zur Lieferung im September kostet derzeit rund 42 Dollar, wofür Händler unter anderem die labile politische Lage im Irak verantwortlich machen.

Von den großen westeuropäischen Märkten entwickelte sich im Juli beim Autoabsatz lediglich Spanien mit einem Zuwachs von vier Prozent positiv. Rückläufig waren die Verkaufszahlen indes in Frankreich (minus zehn Prozent), Deutschland (minus sieben Prozent auf 267 620 Wagen) und Großbritannien (minus fünf Prozent). Seit Jahresbeginn ergibt sich bei den Neuzulassungen aber noch ein Zuwachs von zwei Prozent - vor allem getragen von den Märkten in Spanien, Italien und Großbritannien. Hier zu Lande - immerhin der größte Markt in Westeuropa - wurden indes mit 1,92 Mill. Einheiten 2,2 % weniger abgesetzt. Kein anderes Land schnitt schlechter ab.

Die deutschen Automobil-Hersteller konnten dennoch glänzen. Im Juli gehörte vor allem BMW mit einem sechsprozentigen Absatzanstieg zu den Gewinnern. Auch die zu Daimler-Chrysler gehörende Konzernmarke Smart schnitt mit einem Plus von 17 % stark ab.

Im bisherigen Jahresverlauf legte BMW um sieben Prozent zu, die Daimler-Chrysler-Marken Chrysler und Smart erhöhten ihren Absatz um fünf beziehungsweise 20 %. Volkswagen legte bei den Pkw-Verkäufen um ein Prozent zu.

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