Hoher Ölpreis belastet
Industrie muss mehr für Energie ausgeben

Der extrem hohe Ölpreis macht auch den Unternehmen zu schaffen. Die Energierechnung der deutschen Industrie ist in den vergangenen Monaten kräftig gestiegen.

HB BERLIN. Im August lagen die Strompreise für Sondervertragskunden in Industrie und Gewerbe 9,2 % über dem Niveau vom Jahresende 2004, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Noch lägen die Preise damit niedriger als vor Beginn der Marktliberalisierung 1995. Allerdings haben die Stromkosten dem Amt zufolge nach einer Phase von Preisrückgängen bis 2000 seit dem Jahr 2003 wieder kräftig angezogen.

Die Kosten der Unternehmen für Gas stiegen dem Amt zufolge seit Ende 2004 sogar um fast 17 %. „Ursache ist in erster Linie der starke Anstieg der Heizölpreise, deren Entwicklung die Erdgaspreise mit einer gewissen Verzögerung folgen“, erklärte das Amt.

Auf der anderen Seite verbuchten die Versorgungsunternehmen kräftig gestiegene Einnahmen: Der Durchschnittserlös der Stromversorger mit den Großkunden erhöhte sich von 2000 bis 2003 um 23 % auf 6,28 Cent pro Kilowattstunde. Damit lag der Durchschnittserlös aber noch immer fast ein Fünftel unter dem Niveau von 1991. Die Durchschnittserlöse der Gasversorger lagen dagegen 2003 um 49 % höher als 1991. Das Amt betonte, dass die Erlöse nur die Einnahmen, nicht aber die Gewinne der Unternehmen beschrieben.

Der Ölpreis hatte sich seit seinem Höchststand bei 70 Dollar etwas abgeschwächt, ist zuletzt aber wegen der Angst vor einem neuen Hurrikan in den USA wieder gestiegen.

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