Hoher Preisdruck in Nordamerika
Stada will weiter zukaufen

Vor allem das Auslandsgeschäfts hat dem Generikahersteller Stada im ersten Halbjahr zu deutlichen Steigerungen bei Umsatz und Gewinn verholfen. Allein der US-Markt bereitet dem Unternehmen derzeit große Probleme. Die Prognose für das Jahr 2005 bekräftigte der Konzern.

HB BAD VILBEL. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sei um 55 % auf 55,9 Mill. € gestiegen, teilte das im Nebenwerteindex MDax gelistete Unternehmen in Bad Vilbel am Donnerstag mit. Analysten hatten im Schnitt mit einem Betriebsgewinn von 57,5 Mill. € gerechnet. Der Umsatz sei binnen Jahresfrist um 24 % auf 492,4 Mill. € gewachsen. Der Konzerngewinn lag bei 32 Mill. €, ein Anstieg von 60 %.

Für 2005 erwartet Stada weiterhin ein prozentual zweistelliges Wachstum bei Umsatz und Ergebnis. Beim Konzerngewinn werde unverändert mit mehr als 60 Mill. € gerechnet, das entspräche einem Anstieg von mehr als 25 %. Das Unternehmen kündigte zudem an, weiter zukaufen zu wollen. Zuletzt hatte Stada die russische Nizpharm und den portugiesischen Generikaanbieter Ciclum Farma erworben.

Besonders außerhalb Deutschlands seien die Umsätze mit einem Plus von 38 % überproportional gestiegen. International setzte Stada 275,2 Mill. € um. In den USA musste Stada allerdings einen Umsatzrückgang von 31 % auf 15,8 Mill. € hinnehmen. Als Grund nannte das Unternehmen einen hohen Preisdruck auf dem US-Markt. Zudem verzögere sich die angestrebte Markteinführung von wirkstoffhaltigen Pflastern. Ein schmerzstillendes Fentanyl-haltiges Pflaster soll nun erst 2006 auf den Markt kommen statt wie bislang geplant noch in diesem Jahr.

Stada erzielt den Großteil seiner Erlöse mit Nachahmerprodukten von Medikamenten, deren Patentschutz abgelaufen ist. Solche Generika sind günstiger, weil sich die Hersteller hohe Forschungs- und Entwicklungskosten sparen. Im Geschäftsbereich Generika setzte Stada im ersten Halbjahr 350,8 Mill. € um.

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