Industrie

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Hoher Quartalsgewinn: Heinz versüßt Warren Buffett die Übernahme

Die florierende Nachfrage in Schwellenländern beschert Heinz Ketchup ein saftiges Quartalsergebnis. Das wird Investorenlegende Warren Buffett freuen. Doch der Verdachts des Insiderhandels ist nach wie vor akut.

Ketchup-Flaschen der Traditionsmarke Heinz. Quelle: AFP
Ketchup-Flaschen der Traditionsmarke Heinz. Quelle: AFP

New YorkDer Ketchup-Hersteller H.J. Heinz glänzt vor der Übernahme durch die Investorenlegende Warren Buffett mit einem überraschend hohen Gewinn. Dank florierender Nachfrage in Schwellenländern erzielte Heinz aus fortlaufenden Geschäften ein Quartalsergebnis je Aktie von 99 Cent.

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Analysten hatten durchschnittlich mit lediglich 90 Cent je Papier gerechnet. Der Umsatz stieg im abgelaufenen Vierteljahr um zwei Prozent auf 2,93 Milliarden Dollar. In Schwellenländern wuchsen die Erlöse 18 Prozent. Sie machen 23 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Buffett will Heinz gemeinsam mit dem Finanzinvestor 3G Capital für 23 Milliarden Dollar übernehmen.

Übernahme von Heinz Warum Warren Buffett Appetit auf Ketchup hat

Warren Buffett kauft den Ketchup-Hersteller Heinz – nicht nur weil er Fast Food mag.

Doch über dem Deal schwebt der Verdacht auf Insiderhandel: Die US-Behörden verstärken ihre Jagd auf mutmaßliche Beteiligte, die an der Milliardenübernahme mitverdienen wollten. Nach der Börsenaufsicht SEC hat sich am Donnerstag auch die Bundespolizei FBI in den Fall eingeschaltet. Die Behörden gehen dem Verdacht nach, dass Anleger vorzeitig Wind von dem Kauf bekommen hatten und mit Finanzwetten daran verdienen wollten.

Derartiger Insiderhandel aber ist verboten, weil er andere Investoren benachteiligt. „Das FBI beratschlagt sich mit der SEC, um zu ergründen, ob ein Verbrechen verübt wurde“, erklärte ein Polizeisprecher gegenüber der „New York Times“. Damit droht den bislang unbekannten Anlegern nun auch die strafrechtliche Verfolgung.

Die größten Lebensmittelverarbeiter in Nordamerika

  • Quelle

    Die Fachzeitschrift Food Processing veröffentlicht jährlich ein Ranking der größten nordamerikanischen Lebensmittelkonzerne. Erfasst wird der Umsatz mit Produkten, die in den USA oder Kanada verarbeitet wurden. Die Daten beziehen sich auf das Jahr 2011.

  • Platz 1

    PepsiCo – 38,4 Milliarden Dollar

  • Platz 2

    Tyson Foods – 31 Milliarden Dollar

  • Platz 3

    Nestlé – 26,2 Milliarden Dollar

  • Platz 4

    Kraft Foods – 25,2 Milliarden Dollar

  • Platz 5

    Anheuser-Busch – 15,3 Milliarden Dollar

  • Platz 6

    JBS USA – 14 Milliarden Dollar

  • Platz 7

    Dean Foods Co. – 12,7 Milliarden Dollar

  • Platz 8

    General Mills – 12,5 Milliarden Dollar

  • Platz 9

    Smithfield Foods – 11,1 Milliarden Dollar

  • Platz 10

    Mars Inc. – 10,5 Milliarden Dollar

  • Weitere Platzierungen

    (11) Coca-Cola 9,9 Milliarden Dollar

    (26) H.J. Heinz Co. 4,7 Milliarden Dollar

Starinvestor Warren Buffett hatte zusammen mit dem Finanzinvestor 3G Capital am vergangenen Donnerstag seinen Plan verkündet. Daraufhin war die Aktie in die Höhe geschossen. Bei einer Überprüfung stellte die SEC fest, dass Anleger just am Tag zuvor ungewöhnlich viele Finanzwetten auf steigende Kurse abgeschlossen hatten - und damit auf dem Papier 1,7 Millionen Dollar an Gewinnen machten.

Denn an das Geld kommen die Verdächtigen derzeit nicht heran. Die SEC hatte am Freitag mit einem Eilbeschluss das Vermögen auf dem Konto einfrieren lassen, über das die auffälligen Börsengeschäfte liefen. Weil die Transaktionen jedoch über Zürich abgewickelt wurden, konnten die Besitzer des Kontos bislang nicht festgestellt werden. Die Frage ist aber nicht nur, wer die besagten Anleger sind. Die Ermittler würden auch gerne wissen, woher der Tipp kam, dass Warren Buffett die Ketchup-Firma kaufen will. Neben den Managern auf beiden Seiten könnten auch beteiligte Anwälte oder Banker etwas ausgeplaudert haben.

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Sollte sich der Verdacht des Insiderhandels erhärten, wäre das für Warren Buffett ein Schlag. Der Chef der Investmentholding Berkshire Hathaway legt besonderen Wert auf saubere Geschäfte. Schon vor zwei Jahren trennte er sich wegen zweifelhafter Aktienkäufe von seinem wichtigen Manager und möglichen Nachfolger David Sokol.

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