Hoher Umsatz mit Augen-Implantaten
Carl Zeiss Meditec erwirbt französische Ioltech

Der französische Augenchirugie-Spezialist Ioltech gehört nun mehrheitlich zum Medizintechnik-Anbieter Carl Zeiss Meditec und soll bald an die Börse gebracht werden.

HB JENA. Carl Zeiss Meditec habe sich vom Verwaltungsratschef und Großaktionär von Ioltech, Philippe Tourette, rund 63 Prozent der Anteile an dem Hersteller von Intraokularlinsen (IOL) gesichert, teilte die Tochter des Optoelektronik-Konzerns Carl Zeiss am Freitag in Jena mit. Tourette habe für seine Aktien je 91,80 Euro bekommen - davon 20 Prozent in Meditec-Aktien - was einem Aufschlag von 15,6 Prozent auf den Durchschnittskurs der letzten drei Monate entspreche. Den übrigen Aktionären bietet Carl Zeiss Meditec ebenfalls 91,80 Euro. Eine komplette Übernahme würde das Unternehmen damit 110 Millionen Euro kosten. „Ziel der Carl Zeiss Meditec AG nach Erwerb der Mehrheit ist die vollständige Übernahme der Ioltech“, hieß es in Jena.

Die im Prime Standard notierte Aktie von Carl Zeiss Meditec fiel am Freitag um 1,1 Prozent auf 13,05 Euro. Ioltech wurden vor der Aussetzung des Handels am Second Marche in Paris mit 88 Euro gehandelt.

Ioltech hatte im vergangenen Jahr mit Augen-Implantaten 44,7 Millionen Euro umgesetzt. Die Netto-Umsatzrendite von Ioltech lag Meditec zufolge 2003 bei zwölf Prozent und damit höher als die Marge von Carl Zeiss Meditec selbst. Das Jenaer Unternehmen hatte am Mittwoch für das Geschäftsjahr 2003/04 (30. September) einen stabilen Umsatz von 235 Millionen Euro und ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern von 26,3 Millionen Euro berichtet.

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