Hoher Verlust
Sony steckt viel tiefer in der Krise als befürchtet

Sony rutscht tief in die roten Zahlen: Der Nettoverlust ist doppelt so hoch wie angekündigt. Nun ahnt man auch, warum der Elektronikriese gestern ankündigte, 10.000 Stellen zu streichen: Radikale Maßnahmen sind nötig.
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TokioSonys neuer Konzernchef Kazuo Hirai gibt sich gerne jovial. Er nennt sich Kaz, hat einen festen Händedruck und parliert gerne auf Englisch. Doch mit seiner ersten Handlung nach dem Amtsantritt Anfang April will der frühere Chef der Videospielsparte demonstrieren, dass er harten Worten auch harte Taten folgen lassen kann.

Schon bei seiner Ernennung vor wenigen Wochen kündigte Hirai "schmerzhafte" Schnitte am, um Sony nach vier langen Jahren in der Verlustzone endlich zu sanieren. Am Donnerstag wird er erklären, wo genau er die Spitzhacke ansetzen und den Neuaufbau beginnen will.

Die ersten durchgesickerten Nachrichten deuten auf einen massiven Personalabbau. Rund 10.000 Arbeitsplätze sollen weltweit wegfallen, berichtete gestern die Wirtschaftszeitung Nikkei, sechs Prozent von Sonys Belegschaft. Konzernsprecher wollten die Zahlen nicht bestätigen. Aber sie erscheinen realistisch. Denn mit kleinen Korrekturen kann Hirai Sonys Probleme nicht lösen.

Die Krise ist strukturell. Und wie schwer sie ist, zeigte sich heute: Sony rechnet für dieses Geschäftsjahr mit einem doppelt so hohen Verlust wie bisher erwartet. Er soll sich auf 520 Milliarden Yen (4,9 Milliarden Euro) belaufen.

Nicht von ungefähr stufte die Ratingagentur Fitch also die einstige Ikone der Japan AG vorigen Dezember auf Schrottstatus ab. Sony hängt wie der Rest der japanischen Elektronikindustrie zu sehr von der Konsumelektronik ab. Bei fast allen Produkten sind die Gewinnmargen durch den harten Preiskampf mit Rivalen aus Südkorea, China, Taiwan und den USA gesunken.

Am größten sind die Schwierigkeiten in Sonys Fernsehsparte, die seit acht Jahren hohe Verluste einfährt. Sonys Probleme beschränken sich indessen nicht auf LCD-Fernseher. Auch im Kamerageschäft lässt der Wettbewerb die einst satten Margen deutlich schrumpfen. Die seit Jahren Gewinne verheißenden Netzwerkdienste sprudeln längst nicht stark genug, um diese Einbußen auszugleichen. Zudem bedrohen Tablet-PCs inzwischen ein weiteres wichtiges Standbein von Sony, die Videospielsparte.

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  • Was bedeutet das für nötigen Firmware-Updates; noch länger warten, noch weniger Verbesserungen?

    Ich habe mir die NEX7 gekauft, super Teil - dachte ich ...

    Die Grundfunktion einer simplen Belichtungsreihe ist bei der 1200,- EURO Kamera derart verkrüppelt, das jeder praktische Nutzen dieser Funktion verloren ist.

    Seit fast einem Jahr betteln weltweit die User um ein Firmware-Update zur Behebung div. Mängel und der Firmware bedingten Produktschwächen in der Bedienung und Leistung. NICHTS! Werde ich mir also noch mal eine Sony Kamera kaufen? :/

    Sony hat riesengroße Problem mit einer nachhaltigen Kundenpolitik, dass rächt sich bitter im Vertrauensverlust in die gesamte Marke. Der Käufer hat ein langes Gedächtnis ...

  • Nachtrag:

    http://www.heise.de/newsticker/meldung/Sony-BMGs-Kopierschutz-mit-Rootkit-Funktionen-143366.html

  • hab mir vor drei Jahren ne Spiegelreflex,(Fernseher,Hifi Anlage,PC) gekauft, der zubehör den ich jetzt gern hätte,ist mitunter teurer wie die ganze Kamera. Rabattaktionen Fehlanzeige,Bevorzugung wegen Treue,nix....

    Auf die Jahre gesehen bin ich jetzt schon etwas enttäuscht und werd mich anderweitig orientieren.

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