Hohes Risiko wegen unklarer Rahmenbedingungen
Weniger Übernahmen in der Energiebranche

In der Energiebranche ist die Zeit der Megadeals vorerst vorbei: 2003 hat sich das Volumen der Fusionen weltweit fast halbiert, vor allem in Europa nahm die Zahl der Zusammenschlüsse ab.

juf DÜSSELDORF. Für 2004 sei zwar wieder mit einem leichten Anstieg zu rechnen, Großfusionen werde es aber nicht geben, heißt es in einer Studie, die die Unternehmensberatung Pricewaterhouse Coopers (PwC) in diesen Tagen veröffentlichte.

Weil eine große Unsicherheit über politische Rahmenbedingungen herrscht, schreckt die Branche vor risikoreichen Zusammenschlüssen zurück. Mittelfristig rechnen Experten aber wieder mit Großfusionen – vor allem in Europa.

Die Anzahl der Transaktionen in der weltweiten Strom- und Gaswirtschaft fiel der Studie zufolge 2003 zwar nur um 6 % auf 398. Von großen Deals sah die Branche aber weitgehend ab, so dass das Volumen aller Käufe und Verkäufe von 84,9 Mrd. $ auf 43 Mrd. $ einbrach. Der Anteil europäischer Firmen fiel von 78 % im Rekordjahr 2002 auf 40 %. Verhältnismäßig viele Fusionen gab es dagegen in Nordamerika.

„In Europa sind viele der größeren Privatisierungen abgeschlossen, und besonders die großen Unternehmen konzentrieren sich zurzeit auf die Integration der übernommenen Firmen“, sagte Manfred Wiegand, Energieexperte bei PwC. Möglichkeiten gebe es allenfalls bei der anstehenden Privatisierung von Electricité de France (EdF) und Gaz de France in Frankreich und in Mittel- und Osteuropa.

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