Hohes Umsatzplus
Evonik steuert Richtung Börse

"Unser Chemiegeschäft brummt", bilanziert Evonik-Konzernchef Klaus Engel - wenn es weiter so glatt läuft, könnte der Konzern noch in diesem Jahr an die Börse gehen. Ein Hintertürchen bleibt jedoch offen.
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DüsseldorfZweistellige Zuwachsraten beim Umsatz und Rekordwerte beim operativem Gewinn geben dem Chemiekonzern Evonik Rückenwind für einen möglichen Börsengang 2011. Seine erst im Mai angehobene Jahresprognose bekräftigte der Essener Konzern. Nur beim Nettoergebnis musste Evonik im abgelaufenen Quartal Federn lassen.

„Unser Chemiegeschäft brummt“, bilanzierte Konzernchef Klaus Engel. Im zweiten Quartal kletterte der Umsatz um 13 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro. Der operative Ertrag (Ebit) verbesserte sich um 16 Prozent auf 560 Millionen Euro. Der Konzerngewinn schrumpfte indes auf 94 Millionen Euro.

Hintergrund ist hier unter anderem der Verkauf der Mehrheit an den Versorger Steag. Die Tochter hatte im Vorjahr einen Ergebnisbeitrag geleistet. Nun belasteten auch Einmalaufwendungen für Steag das Ergebnis. 2011 will der Konzernchef den Umsatz weiter „deutlich“ steigern, bei den operativen Ergebnissen Ebitda und Ebit erwartet er eine „spürbare Verbesserung“ gegenüber dem Vorjahr.

2010 hatte Evonik bei einem Umsatz von 13,3 Milliarden Euro ein Ebit von 1,6 Milliarden Euro erzielt. Im Herbst soll die Entscheidung fallen, ob Evonik an die Börse geht. Die RAG-Stiftung - Mehrheitseigner des Konzerns - hatte im April erklärt, ein Sprung auf das Börsenparkett sei noch 2011 möglich. Ein Hintertürchen hatte sie sich aber offen gelassen: Der Börsengang stehe unter dem Vorbehalt, dass er bei einer möglichen Eintrübung der Konjunktur „jederzeit angehalten“ werden könne.

Die RAG-Stiftung hält knapp 75 Prozent an dem Essener Konzern. Die übrigen Evonik-Anteile besitzt der Finanzinvestor CVC.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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