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Holzverarbeiter: Der Rettungsplan für Pfleiderer steht

Der Rettungsplan für den gebeutelten Holzverarbeiter Pfleiderer steht. Demnach müssen die Gläubiger auf rund 380 Millionen Euro verzichten - haben aber künftig das Sagen beim Unternehmen.

Der Rettungsplan für Pfleiderer steht, die Verträge sind unterschrieben. Quelle: dpa
Der Rettungsplan für Pfleiderer steht, die Verträge sind unterschrieben.Quelle: dpa

NeumarktDer schwer gebeutelte Holzverarbeiter Pfleiderer und seine Gläubiger haben sich auf einen Rettungsplan geeinigt. Allein die Gläubiger sollen auf rund 380 Millionen Euro verzichten, die Inhaber einer Anleihe auf rund 340 Millionen Euro.

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Die entsprechenden Verträge seien unterschrieben, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Außerdem stellen die Gläubiger dem Konzern den Angaben zufolge zusätzliche Kredite von 100 Millionen Euro zur Verfügung. Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung sollten zudem ein massiver Kapitalschnitt sowie eine Kapitalerhöhung von 100 Millionen Euro vorgeschlagen werden. Danach würden die Gläubiger bei Pfleiderer das Sagen haben.

Die Gläubiger sollten dann rund 80 Prozent der Anteile halten und damit Pfleiderer kontrollieren, teilte das Unternehmen mit. Der Anteil der Altaktionäre solle auf rund ein Prozent begrenzt werden. Im Zuge der Kapitalerhöhung sollten die Altaktionäre ihren Anteil wieder erhöhen können - auf maximal 16 Prozent. Die restlichen vier Prozent gingen an die Inhaber der 2007 ausgegebenen sogenannten Hybridanleihe.

Bei den Gläubigern handelt es sich um Banken und Hedgefonds, die Kredite in dreistelliger Millionenhöhe von den Banken übernommen haben. Bereits bei einer außerordentlichen Hauptversammlung Anfang April in Berlin hatte der Vorstand die Restrukturierung in groben Zügen vorgestellt.

Nach dem umstrittenen Expansionskurs vor allem in Nordamerika musste Pfleiderer 2010 einen existenzbedrohenden Verlust von 345 Millionen Euro verkraften. Die Aktien brachen auf einen Wert von zuletzt gerade einmal 73 Cent ein.

 

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