Holzverarbeiter
Pfleiderer macht zwei weitere Werke dicht

Pfleiderer steckt weiter in der Krise: Der Holzverarbeiter kämpft trotz Konjunkturerholung noch immer mit großen Problemen. Nun müssen zwei weitere Werke in Deutschland geschlossen werden.
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HB MÜNCHEN. Es gehe um den Spanplatten-Standort im thüringischen Ebersdorf und den Standort für mitteldichte Faserplatten im hessischen Nidda, teilte der bayerische Konzern am Montag in Neumarkt mit. Die Gespräche mit den Betriebsräten seien aufgenommen worden. "Von der Schließung dieser Standorte betroffen wären rund 300 Mitarbeiter." Insgesamt hat das Unternehmen gut 5600 Beschäftigte.

Pfleiderer wird damit künftig nur noch fünf Produktionsstandorte in Deutschland haben. Wegen bestehender Überkapazitäten im Markt sei eine Anpassung der Produktion erforderlich, sagte Pfleiderer-Westeuropa-Chef Michael Wolff.

"In der gegenwärtigen Situation ist eine wettbewerbsfähige Fertigung und Auslastung nicht mehr gewährleistet." An der Börse stürzten Pfleiderer-Aktien zu Wochenbeginn um knapp sechs Prozent auf 3,51 Euro ab und waren größter Verlierer im Kleinwerte-Index SDax.

Erst im Oktober hatte das Unternehmen angekündigt, sein Werk im baden-württembergischen Gschwend dichtzumachen. Auch hier wurde die in der Rezession 2009 stark zurückgegangene Nachfrage nach Spanplatten als Grund angeführt. Pfleiderer kämpft weiter mit roten Zahlen. Vor allem die hohen Kosten für Rohstoffe machen dem Konzern zu schaffen. Einen Nettogewinn hat das Management erst für 2011 wieder in Aussicht gestellt.

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