
HB MÜNCHEN. Unter dem Strich stand im zweiten Quartal 2010 ein Verlust von 7,2 Mio. Euro nach einem Minus von 2,9 Mio. im Jahr zuvor, wie das bayerische Unternehmen am Donnerstag in Neumarkt mitteilte. Analysten hatten allerdings mit 13,5 Mio. Euro Verlust gerechnet.
Der Umsatz kletterte überraschend stark auf 381,4 (Vorjahr 334,5) Mio. Euro. Wechselkurseffekte und Preissteigerungen bei höheren Volumina wirkten sich positiv aus. Das operative Ergebnis (Ebitda) erhöhte sich auf 31,5 (26,4) Mio. Euro.
Allerdings fiel die Bruttomarge um fast zwei Punkte auf 21,9 Prozent. Pfleiderer machten vor allem höhere Materialkosten zu schaffen.
"Wir sehen in allen unseren Märkten Erholungstendenzen, lediglich das nordamerikanische Laminatgeschäft entzieht sich diesem Trend", sagte Firmenchef Hans Overdiek. "Mit der Verstetigung der positiven Entwicklung sollte die Talsohle durchschritten sein." Im Juli und August sei typischerweise mit einem schwächeren Geschäft zu rechnen, ab September werde es dann aber eine Belebung geben. Im Gesamtjahr will Pfleiderer auf einen Umsatz von knapp unter 1,5 Mrd. Euro kommen. 2009 waren die Erlöse um ein Fünftel auf 1,38 Mrd. Euro gesunken. Aus den roten Zahlen wird Pfleiderer nach Einschätzung des Managements 2010 noch nicht kommen.
Vorrangiges Ziel sei es, die Marge zu verbessern und die Schulden in den nächsten Jahren um 350 Mio. Euro zu drücken. Letzteres gelang zunächst nicht: Die Nettoverschuldung lag Ende Juni bei 963 Mio. Euro und damit 13 Prozent über dem Niveau zum Jahresende 2009.