Homag, Wacker Neuson
Maschinenbauer strotzen vor Optimismus

Der Schwarzwälder Spezialmaschinebauer Homag und der deutsch-österreichische Baumaschinenhersteller Wacker Neuson blicken voller Zuversicht in die Zukunft. Für beide Unternehmen geht es nach der Krise steil aufwärts.
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HB STUTTGART/MÜNCHEN. Nach kräftigen Zuwächsen im dritten Quartal steigt beim Maschinenbauer Homag die Zuversicht. Der Hersteller von Holzbearbeitungsmaschinen aus Schopfloch im Schwarzwald ist nun für das zu Ende gehende Geschäftsjahr sicher, den Umsatz um bis zu 30 Prozent auf bis zu 680 Mio. Euro zu steigern, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Damit wachse Homag voraussichtlich schneller als der Markt, für den der Branchenverband VDMA ein Plus von 18 Prozent vorhergesagt habe.

An der Prognose, nach dem Verlustjahr 2009 wieder in die Gewinnzone zu fahren, hält der Vorstand fest. Der Überschuss werde 2010 "leicht positiv" ausfallen. 2009 hatte Homag bei einem Umsatzeinbruch um 39 Prozent auf 524 Mio. einen Verlust von 22 Mio. eingefahren und die Dividende gestrichen. Größter Aktionär ist die Beteiligungsgesellschaft DBAG.

Homag stellt unter anderem für Ikea Maschinen zur Möbelfertigung her und profitiert derzeit von der guten Nachfrage in den wachstumsstarken Schwellenländern China, Indien und Brasilien. Der Auftragseingang legte im dritten Quartal um 27 Prozent auf 136 Mio. Euro zu, der Umsatz schnellte im gleichen Tempo auf 171 Mio. Euro hoch. Angesichts der besser ausgelasteten Kapazitäten erwirtschaftete der Maschinenbauer wieder leicht schwarze Zahlen: Nach Anteilen Dritter verblieb ein Überschuss von 0,3 Mio. nach einem Verlust von 2,9 Mio. Euro im Vorjahr. Die in der Krise zusammengestutzte Belegschaft stockte Homag im Sommer weiter auf 5040 Mitarbeiter auf, Ende 2009 waren weltweit 4954 Beschäftigte für den Konzern tätig.

Auch für das kommende Jahr ist der Vorstand um den vor gut einem Jahr an die Unternehmensspitze gerückten Sprecher Rolf Knoll optimistisch gestimmt. Der Umsatz werde 2011 dank anhaltend guter Nachfrage aus China und Indien auf mehr als 700 Mio. Euro steigen. Zum Ausbau der Kapazitäten in diesen Boomregionen habe der Aufsichtsrat im Oktober Investitionen von acht Mio. Euro freigegeben.

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