Horst Neumann im „Zeit“-Interview
VW-Arbeitskosten sind angeblich unter der Konkurrenz

Nach der jüngsten Tarifeinigung und Verlängerung der Arbeitszeit sind die Arbeitskosten bei VW nun unter dem Niveau der Konkurrenz, behauptet VW-Personalvorstand Horst Neumann. Der Personalabbau in dern deutschen Werken ist aber noch nicht zu Ende.

HB HAMBURG/WOLFSBURG. VW unterschreite damit deutlich das Niveau der deutlich profitableren Konzerntochter Audi und auch der Konkurrenten Daimler-Chrysler oder BMW, sagte Neumann in einem Interview der Wochenzeitung „Die Zeit“. Damit habe VW ein wesentliches Ziel der Tarifeinigung vom Herbst erreicht. „Wir sind also ein ganzes Stück vorangekommen“, betonte Neumann

Um wieder wettbewerbsfähig zu werden, müsse der Personalabbau aber weitergehen. Im vorigen Jahr seien etwas über 7800 Arbeitsplätze in den westdeutschen Werken im Jahr 2006 abgebaut worden. Darunter seien 5873, die von Abfindungsangeboten Gebrauch gemacht hätten. Die übrigen gingen in Altersteilzeit. Insgesamt gebe es eine Zahl von 20 000 Stellen, die gestrichen werden müssten, um den Produktivitätsrückstand gegenüber den Wettbewerbern aufzuholen. Der größte Teil werde über Altersteilzeit gehen.

Für das kommende Jahr erwarte VW ein schwieriges Übergangsjahr, weil die meisten neuen Modelle erst 2008 auf den Markt kommen werden, erklärte Neumann weiter. Da es aber auch keine Tarifverhandlungen gebe und 2008 das Ergebnis des Flächentarifs übernommen werde, könne sich VW zwei Jahre lang ganz auf die Optimierung von Abläufen in den Werken und im gesamten Unternehmen konzentrieren. „Da ist noch viel Musik drin.“

In den nächsten Jahren rechnet der VW-Manager ferner damit, dass VW seine Produktionskapazitäten, die jetzt etwa in Wolfsburg nur um die 70 Prozent ausgelastet sind, zu mehr als 90 Prozent auslasten könne und damit zu den besten in der Branche gehören werde.

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