HP-Aktienkurs auf historischen Höhen
HP trumpft bei Computern auf

Den großen Überraschungseffekt in den Zahlen für das zweite Quartal ihres laufenden Geschäftsjahres konnte sich die Hewlett-Packard Co. nicht aufsparen. Eine falsch adressierte E-Mail mit finanziellen Einzelheiten zwang den Technologiekonzern, bereits vor dem offiziellen Termin heute den Schleier etwas zu lüften.

NEW YORK. Obwohl damit klar war, dass die Ergebnisse deutlich über den Erwartungen liegen würden, bargen die Details noch kleine Überraschungen.

Der Umsatz stieg im Quartal gegenüber dem Vorjahr um 13 Prozent auf 25,5 Mrd. Dollar. Der Reingewinn lag mit 1,8 Mrd. Dollar oder 65 Cents pro Aktie etwas unter dem Vorjahr, in dem jedoch ein außerordentlicher Ertrag aus der Beilegung eines Steuerstreits den Gewinn um 15 Cents pro Anteil verschönte. HP erwirtschaftete einen Cashflow in Rekordhöhe von 4,2 Mrd. Dollar und nutzte einen wesentlichen Teil davon, um während des Quartals 100 Mill. eigener Aktien aus dem Markt zu ziehen.

Zusammen mit günstigen Währungseffekten päppelte dies den Gewinn pro Aktie zusätzlich auf. Der HP-Kurs, der im regulären Handel bereits gewonnen hatte, legte im nachbörslichen Handel weiter zu und erreichte den höchsten Stand seit 2000.

Während Konkurrenten wie Dell und IBM über einen schwachen Computermarkt in einem traditionell schwachen Quartal klagen, meldet HP einen Umsatzzuwachs bei Personalcomputern, Notebooks und Servern um knapp ein Viertel auf 8,7 Mrd. Dollar. Die Erlöse für Notebooks stiegen um 45 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Laut der Marktforschungsfirma IDC legte der Markt insgesamt dagegen nur um knapp 11 Prozent zu.

Dell, die ihre Ergebnisse am 31. Mai vorlegen wird, verzeichnete einen Absatzrückgang gegenüber dem Vorjahr um acht Prozent und verlor damit weiter Marktanteile an HP. HP erwirtschaftete einen Betriebsgewinn von 417 Mill. Dollar mit Computern, gegenüber 248 Mill. Dollar im Vorjahr. Das traditionell starke Druckergeschäft steigerte den Umsatz um sechs Prozent auf 7,2 Mrd. Dollar und verzeichnete einen Betriebsgewinn von 1,2 Mrd. Dollar, verglichen mit einer Milliarde im Vorjahr. Die Softwareerlöse nahmen um 58 Prozent auf 523 Mill. Dollar zu, was jedoch überwiegend auf die Akquisition von Mercury Interactive zurückzuführen war.

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