Hubschrauber-Hersteller: Eurocopter wächst gegen den Trend

Hubschrauber-Hersteller
Eurocopter wächst gegen den Trend

Eurocopter hat 2010 den Umsatz nach oben geschraubt – und das trotz eines schwierigen Marktes. Zwar lieferte die EADS-Tochter mit 527 Hubschraubern etwas weniger aus als 2009. Aber dafür fällt der Blick nach vorne positiv aus.
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ParisDie EADS-Tochter Eurocopter hat trotz eines eher schwachen Marktes ein Umsatzplus verbucht. Die Erlöse kletterten im vergangenen Jahr um sechs Prozent auf 4,8 Milliarden Euro, wie der Hubschrauber-Hersteller am Montag mitteilte. Die Airbus-Schwester lieferte mit 527 Hubschraubern etwas weniger aus als 2009. Die Bestellungen lagen dafür mit 346 Stück leicht über dem Vorjahresniveau.  

Das schwache Interesse von Geschäftskunden und Unternehmen belastet aber die Bilanz: Der Wert der Bestellungen sei wegen der anhaltend niedrigen Nachfrage aus dem zivilen Bereich unter Druck geraten, teilte Eurocopter mit. Auch die Aufträge aus dem militärischen Bereich hätten dies nicht ausgleichen können. Die Nachfrage nach Kampfhubschraubern wie dem Tiger bleibt den Angaben nach wegen der angespannten öffentlichen Haushalte in Europa mau.

Der Auftragseingang war den Angaben nach im vergangenen Jahr 4,3 Milliarden Euro wert nach 5,8 Milliarden im Vorjahr. Im Gas- und Ölsektor gebe es zwar Anzeichen für eine Erholung, allerdings sehe es bei den Bestellungen weiter düster aus, teilte das Unternehmen mit. Zum Gewinn machte Eurocopter keine konkreten Angaben.

Vor Zinsen und Steuern sei das Ergebnis (Ebit) 2010 wie erwartet ausgefallen und liege nicht unter EADS-Durchschnitt, sagte Unternehmenschef Lutz Bertling lediglich. Für 2011 rechnet er mit einem Rückgang der Auslieferungen um fünf bis zehn Prozent. Der Umsatz soll aber stabil bleiben. Eurocopter will die geringere Nachfrage nach Hubschraubern mit höheren Erlösen im Service-Bereich wettmachen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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