Hugo Boss und Permira
„Wir befürchten ein Ausbluten auf Raten“

Permira musste bei Hugo Boss die Brechstange rausholen: Nur mit der Doppelstimme von Aufsichtsratschef Giuseppe Vita wurden die Beschlüsse zur Erhöhung der Dividende sowie der Ausschüttung einer Sonderdividende gefällt. Die Arbeitnehmer stimmten nach Informationen der Zeitung aus Unternehmenskreisen in der außerordentlichen Aufsichtsratssitzung am Dienstag geschlossen gegen die Sonderausschüttung.

DÜSSELDORF. Das Unternehmen hatte am Dienstagabend in Metzingen mitgeteilt, das die Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr kräftig um 22 Prozent auf 1,45 Euro (Stammaktien) und 1,46 Euro (Vorzugsaktien) steigen soll. Zusätzlich ist eine Sonderausschüttung von 5 Euro vorgesehen

Mitte Februar war Boss-Chef Bruno Sälzer vor dem Hintergrund entsprechender Forderungen des Finanzinvestors ausgeschieden. Permira hatte im Zuge der Übernahme höhere Dividenden und eine höhere Verschuldung des Unternehmens verlangt und war damit bei Sälzer auf Widerstand gestoßen

"Wir befürchten ein Ausbluten auf Raten", sagte der Aufsichtsrat Gert Bauer von der IG-Metall dem Handelsblatt. "Ich hatte keine andere Wahl, als dagegen zu stimmen, weil es nicht gelungen ist, eine Hürde einzubauen, die für das Unternehmen eine Standortsicherung gewährleistet." Die Arbeitnehmervertreter drängen auf eine Beschäftigungsgarantie für fünf Jahre sowie eine Zusicherung, dass der Firmensitz in Metzingen bleibt.

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