Hyundai-Deutschland-Chef
„Wir nehmen jede Herausforderung an“

Seit einem Jahr leitet Markus Schrick die Geschäfte von Hyundai Deutschland. Der Manager will die Marke bekannter machen, den Wettbewerb mit Nissan aufnehmen und verrät, was er von den neuen Modelle erwartet.
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Handelsblatt Online: Herr Schrick, Sie haben angekündigt, die Bekanntheit von Hyundai in Deutschland steigern zu wollen. Dazu soll die Marke vor allem mit Emotionen aufgeladen werden. Wie kann ein Kompaktwagen wie der i30 von einem emotionalen, aber seltenen Sportwagen wie dem Genesis profitieren?

Markus Schrick: Wir haben ja nicht nur den Genesis, sondern auch Modelle wie den Veloster Turbo, von dem wir 2013 mehr als 1500 Fahrzeuge verkaufen wollen. Zudem haben wir das Glück, mit unserer Designsprache „Fluidic Sculpture“ jede Menge Emotionen auch in andere Fahrzeuge hinein gebracht zu haben, die jetzt nicht unbedingt das sportlichste Modell der Hyundai-Familie sind. Angefangen vom i40 bis hin zum Santa Fe und dem jetzt vorgestellten Grand Santa Fe.

Ist das Design für Hyundai wirklich so wichtig?

Kaufgrund Nummer eins im vergangenen Jahr für einen Hyundai war das Design. Auf dem zweiten Platz war das Preis-Leistungs-Verhältnis, erst auf Platz drei folgte der Kaufpreis. Allein hier ist es uns gelungen, an Emotionen zuzulegen. Zusätzlich färben der Veloster Turbo und das i30 Coupé auf die gesamte i30-Familie ab, die mit der neuen Generation einen großen Designsprung gemacht hat.

Sollen die Emotionen der Marke Hyundai nur über die Modelle kommen?

Um weiter die Emotionen zu transportieren, gehen wir über unsere globalen Sponsoring-Aktivitäten - die wir in Deutschland um weitere nationale Maßnahmen ergänzen wollen - hinaus. Neben unserem Engagement im Fußball sind wir mit dem Skispringen im TV und auch Online mit den Vorbereitungen für die Rallye-Weltmeisterschaft breit aufgestellt. Gerade für die World Rally Championship (WRC) haben wir bereits jetzt viele Anfragen von Motorsport-Fans.

Warum die Rallye-Weltmeisterschaft, die in vielen Ländern praktisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet? Hat der Einstieg von Volkswagen in die WRC eine Rolle gespielt?

Rallye fahren ist wohl die größte Herausforderung für ein Fahrzeug. Wegen der Nähe zu den Serienfahrzeugen können wir auch die Erkenntnisse aus dem Motorsport von einem so hochgezüchteten Rennwagen zurück auf die Straße bringen. Deshalb kam zum Beispiel die Formel 1 nicht in Frage. Ich bin davon überzeugt, dass die Rallye-WM in Zukunft deutlich sichtbarer und anfassbarer für das Publikum sein wird. Allein schon wegen der Tatsache, dass Hyundai und Volkswagen dort einsteigen beziehungsweise eingestiegen sind.

Im Interview mit meinen Kollegen hat Hyundai-Kia Präsidiumsmitglied Peter Schreyer gesagt, dass er nicht nur das Design von Kia, sondern des ganzen Konzerns weiterentwickeln wird. Was bedeutet das für die Zusammenarbeit mit Ihrem Designer Thomas Bürkle?

Das europäische Designzentrum ist und bleibt in Rüsselsheim. Wir finden es gut, dass wir einen Hyundai-Chefdesigner haben, der Deutscher ist und die Anforderungen und Marktgegebenheiten des Landes kennt. Dass wir jetzt an der Spitze des Gruppendesigns auch einen Deutschen haben, der das alles bestens kennt, ist für uns nur gut. Von der Zusammenarbeit der beiden werden wir bei Hyundai sicher profitieren.

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„Marke erst in den Köpfen der Kunden verankern“

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  • Sehr geehrter Herr Schrick,

    habe einen Tucson gekauft und bin sehr zufrieden mit diesem Hyundai.
    Da ich ein auf Sicherheit bedachter und gerechter Mensch bin hatte ich vollstes Vertrauen dass aber aufs schlimmste missbraucht wurde!!!!!!
    Denn das Autohaus Herrnsdorf in Mainz Kastel hatte bei der vorletzten Inspektion meines Fahrzeugs starke Mängel festgestellt die ich aber nicht machen lies da für mich das Fahrzeug keine gravierenden Mängel aufwies.
    Autohaus bemängelte Lenkgetriebe, Kommpressor der Klimaanlage und Bremslichtschalter defekt Kosten 2700,-€,da ich das Fahrzeug noch kein Jahr hatte berief ich mich auf die Händlergarantie und Herr Herrnsdorf war bereit 50% der Kosten zu übernehmen also 1350,-€.
    Im April 2013 viel der TÜV an ich habe dem Prüfer die Mängel bekannt gegeben und ihn gebeten genaustens darauf zu achten.
    Mein Fahrzeug ging mit dem defekten Heckscheibenwischer als geringen Mängel über den TÜV an sonsten ist mein Fahrzeug Top, KEINE MÄNGEL.
    So soll also die Herausforderung angenommen werden?
    Dies ist würdig nicht weiter gesagt zu werden
    MfG
    Ludwig Atzinger

  • Deutsche, kauft deutsche Bananen!
    Ist doch lächerlich. Ich kaufe meinen Stuff bei dem, der mir das beste Angebot macht, und nicht nach Herkunft

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