Hyundai
Die coolen Koreaner lehren VW das Fürchten

Fast unbemerkt hat sich Hyundai zum Angstgegner der deutschen Autohersteller entwickelt. Mit neuen Modellen sind sie der heimliche Star der Frankfurter Auto-Show. Während andere Sprüche klopfen, schaffen sie Fakten.
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FrankfurtSchöne Models, rasante Kurven – die Show hat der italienische Fiat-Konzern mit seinen Marken Ferrari, Lancia und Alfa Romeo auf seiner Seite. Aber wenn es um Autos geht, um Verkaufszahlen, um Absatz und Marktanteile, dann findet sich der heimliche Star am Ende der Halle und heißt Hyundai. 

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: 2007 als Hyundai seinen ersten ernstzunehmenden Golf-Gegner auf die Straße brachte, verkauften die Koreaner in Deutschland 319.000 Autos und hatten einen Marktanteil von 1,8 Prozent. Nur drei Jahre später hat Hyundai 362.000 Wagen verkauft und rechnet Ende dieses Jahres mit einem Marktanteil von drei Prozent. 

Und wer den ersten Messestand der Koreaner auf einer IAA noch in Erinnerung hat, traut seinen Augen nicht. Der Stand modern, aufgeräumt und up to date. Ein neues Auto neben dem anderen, aufmerksam beäugt von neugierigen Fachbesuchern - und von den Abgesandten der Konkurrenten.

Jedes Detail wird fotografiert und immer wieder stehen kleine Trauben dunkel gekleideter Auto-Manager mit sorgenvollen Mienen vor den Modellen i40 und i30 – einem Mittelklassemodell und einem Golf-Gegner. Stimmen die Spaltmaße? Ja, sie stimmen. Sind die Sitze bequem für hochgeschossene Mitteleuropäer? Ja, sind sie. 

"Starke neue Kraft in vielen Märkten"

Das ist auch dem großen Volkswagen-Konzern aufgefallen. Konzernchef Martin Winterkorn hat Hyundai deshalb jüngst als „gefährlichsten Wettbewerber“ des Konzerns ausgemacht. Und VW-Finanzchef Hans Dieter Pötsch spricht von einer "starken neuen Kraft in vielen Märkten".

Allan Rushforth kennt diese Sprüche. „Aber offen gesagt, wir schauen nur auf uns und verfolgen unsere eigenen Pläne und Ziele“, sagt der Vize-Europa-Chef von Hyundai im Gespräch mit Handelsblatt Online. „Wir verschwenden nicht viel Zeit damit, unsere Wettbewerber zu kommentieren.“ 

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  • Naja, Kia ist ja auch nur eine Tochtermarke von Hyundai. Von daher nicht gänzlich falsch.

  • Schade, dass Handelsblatt dann einen Kia auf der Homepage abbildet, wo doch von Hyundai die Rede ist.

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