Hyundai und Kia
Autobauer müssen 240.000 Fahrzeuge zurückrufen

Hyundai Motor muss einen weiteren Rückschlag hinnehmen: Der südkoreanische Autobauer und seine Schwesterfirma Kia müssen 240.000 Autos zurückrufen. Der Tipp über fehlerhafte Teile kam aus dem Unternehmen selbst.
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SeoulNach Hinweisen von einem Tippgeber zu fehlerhaften Fahrzeugteilen hat Südkoreas Transportministerium den Rückruf von 240.000 Autos des VW-Konkurrenten Hyundai und dessen Schwesterfirma Kia angeordnet. Von dem Rückruf sind zwölf Modelle von Hyundai Motor und Kia Motors betroffen, inklusive des Sonata, Santa FE, Elantra und der Hyundai-Luxusmarke Genesis. Beide Autohersteller erklärten am Freitag, die Verwaltungsanordnung zu akzeptieren. „Es gab keine Berichte über Verletzungen oder Unfälle im Zusammenhang mit den Problemen.“

Von dem Rückruf seien nur Autos in Südkorea betroffen, hieß es. Die Sicherheit habe beim Konzern stets oberste Priorität. Zusammen sind Hyundai und Kia die Nummer fünf der weltweit größten Autohersteller.

Das Ministerium bat nach eigenen Angaben die Staatsanwaltschaft in Seoul außerdem darum, Ermittlungen aufzunehmen: Es geht um den Verdacht, dass Defekte in fünf Fällen verschleiert worden sein könnten. Bei den betroffenen Autos seien Probleme mit Vakuumleitungen, Bremsleuchten, Treibstoffschläuchen und anderen Teilen gefunden worden. Die Sicherheit der Autos sei dadurch beeinträchtigt.

Hyundai und Kia hatten anfangs Einspruch gegen die Rückrufentscheidung des Ministeriums eingelegt. Anfang Mai hielt die Behörde dann eine Anhörung zu dem Fall ab.

Die Hinweise über die Defekte kamen von einem Ingenieur bei Hyundai. Das Unternehmen warf ihm vor, seine Anschuldigungen basierten auf „selektive, unvollständige Informationen“. Der Betroffene arbeite derzeit noch bei Hyundai, sagte ein Sprecherin. „Wir wenden Offenheit und Transparenz in allen unseren Sicherheitsbereichen an“, hieß es.

Erst im vergangenen Monat hatten Hyundai und Kia angekündigt, 1,5 Millionen Autos in Südkorea und Nordamerika wegen möglicher Motorprobleme in die Werkstätten rufen zu wollen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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