Hyundai und Kia Niedrigstes Wachstum seit Jahren erwartet

Die beiden südkoreanischen Autohersteller rechnen 2015 mit dem niedrigsten Wachstum seit neun Jahren – weil Expansionen in diesem Jahr fehlen. Doch das könnte sich schnell wieder ändern. Spätestens 2018.
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Hyundai-Chef Chung Mong Koo stellt die Belegschaft bei der jährlichen Neujahrsansprache auf ein gedämpftes Wachstum ein. Quelle: Reuters

Hyundai-Chef Chung Mong Koo stellt die Belegschaft bei der jährlichen Neujahrsansprache auf ein gedämpftes Wachstum ein.

(Foto: Reuters)

DüsseldorfGedämpfte Erwartungen für das neue Jahr: Die südkoreanischen Autobauer Hyundai und Kia erwarten 2015 das niedrigste Wachstum seit neun Jahren. Zusammen würden die Lieferungen beider Unternehmen um 2,5 Prozent auf 8,2 Millionen Fahrzeuge wachsen, sagte der Chef der zwei Konzerne, Chung Mong Koo, während einer Neujahransprache an die Mitarbeiter. Das wäre das kleinste Plus seit 2006. Der Anteil von Hyundai läge dabei bei 5,05 Millionen Fahrzeugen, Kia soll laut Prognose 3,15 Millionen Einheiten verkaufen.

Das Unternehmen ist trotzdem optimistisch. Hyundai und Kia würden „aktiv“ auf ökonomische Ungewissheiten in der Welt reagieren, sagte der 76-jährige Chung. Man werde das anvisierte Ziel „spielend“ erreichen. Der Autohersteller plant, seine Produktion insgesamt bis 2018 in China um 38 Prozent zu steigern. Helfen sollen dabei die neuen Modelle der SUVs Tucson und Sportage.

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Der Grund für das niedrige Wachstum liegt in den geringen Expansionsmöglichkeiten der Konzerne. Hyundai und Kia hätten nur noch wenige Möglichkeiten, ihre Verkäufe anzukurbeln, sagt Koh Tae Bong, Analyst bei HI Investment & Securities in Seoul. Das liege auch daran, dass für dieses Jahr keine neuen Fabriken oder Expansionen geplant seien. Für die beiden südkoreanischen Autohersteller sei es daher wichtiger, ihren Marktanteil zu behaupten, und zu bewerten, wie ihre neuen SUV-Modelle in den großen Märkten ankommen.

In Zukunft ist mit beiden Konzernen wieder stärker zu rechnen. Erst Ende vergangenen Jahres hatten Hyundai und Kia angekündigt, bis 2018 zwei neue Fabriken in China eröffnen zu wollen. Das soll auch die Produktion wieder deutlich steigern – um 57 Prozent.

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